Einbruchzahlen gehen leicht zurück

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Studie belegt : “die Angst vor Einbrechern bleibt”

Zum ersten Mal innerhalb der letzten10 Jahre ist die Zahl der Wohnungseinbrüche zurückgegangen. Im Jahr 2016 sind den deutschen Versicherern 140.000 versicherte Einbrüche gemeldet worden. Dafür haben sie 470 Millionen € an ihre Kunden geleistet. Das geht aus dem Einbruch-Report 2017 vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, der am 20.04.2017 in Berlin vorgelegt wurde.

Im Vergleich zu 2015 sind nach den vorläufigen Zahlen die Einbrüche um rund 10% zurückgegangen. Allerdings werden immer noch deutlich mehr Einbrüche als vor fünf ,oder zehn Jahren verzeichnet.

„Es ist schlimm und beängstigend, wenn man nach Hause kommt und die Eingangstür oder die Fenster aufgebrochen findet, die Wohnung zerwühlt ist und Wertgegenstände gestohlen wurden“, sagt Kai Rinka, Sprecher des Bezirks Wildau im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Ist man Leidtragender eines Einbruchs, kommt nur die eigene Hausratversicherung für die finanzielle Entschädigung auf. Sie übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen der aufgebrochenen Fenster, Türen und sonstigen Vandalismusschäden. In der Regel decken die Policen auch zeitweilige Übernachtungskosten ab, wenn die Wohnung so verwüstet wurde, dass sie erstmal unbewohnbar ist.“

Immerhin haben schon 77 Prozent aller Haushalte eine solche Hausratpolice abgeschlossen. „Dennoch sollte die Versicherungssumme in angemessenen Zeiträumen überprüft werden. Schließlich verändert sich der Versicherungswert des eigenen Hausstands mit dazu gekauften Gütern in den Jahren“, so Rinka. Als Richtwert gelten 650 € pro Quadratmeter Wohnungsfläche, um die richtige Versicherungssumme zu berechnen und nicht unterversichert zu sein. Über Details informieren die Versicherungskaufleute.

Was viele Versicherte nicht wissen, ist, dass die ­Hausratversicherung auch als eine Außenversicherung Schäden abdeckt. Denn wenn jemandem draußen mit Gewalt etwas geraubt wird (Raubüberfall), kommt sie auch für Schäden auf, maximal aber für zehn Prozent der Hausrat-Versicherungssumme. Bei Bargeld liegt das Limit je nach Vertrag bei maximal 1.000 €.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag vom GDV, wird das eigene Einbruchrisiko sehr unterschätzt und der mögliche mechanische Einbruchschutz kommt viel zu kurz. Nur etwa ein Viertel der Befragten gab an, dass Ihre Wohnung bzw. Haus mit abschließbaren Fenstergriffen, zusätzlichen Sicherungen an Balkon- oder Terrassentüren bzw. einem zweiten Türschloss ausgerüstet ist. Leider wird der mechanische Einbruchschutz meist sträflich vernachlässigt, obwohl dieser in der Praxis sehr wirkungsvoll ist. Viele scheuen die Kosten für den Einbau von zusätzlicher Sicherungstechnik, trotzdem jeder dritte Einbruchsversuch an den mechanischen Sicherungen gescheitert ist.

Kai Rinka
BVK-Bezirksverband

Berlin – Brandenburg
Karl-Marx-Straße 15
15745 Wildau

Tel.: 03375 / 502270
Fax: 03375 / 502370

 

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