Hochsaison für Einbrecher

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Jeder achte Deutsche war schon mal betroffen

Jetzt, wenn es am Nachmittag bereits dunkelt, ist Hochsaison für Einbrecher. Und die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den vier Monaten von Oktober bis Januar werden rund die Hälfte aller Einbrüche begangen, Die Täter nutzen das frühe Dunkelwerden, um unerkannt in Häuser und Wohnungen zu gelangen, während die Einwohner noch unterwegs sind. Jeder achte Deutsche (13 Prozent) war schon einmal betroffen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Obwohl die Zahl der Einbrüche zuletzt rückgängig war gab es 2016 immer noch rund 151.000 gemeldete Delikte mit einem Gesamtschaden von über 391 Millionen Euro..

Obwohl ein Großteil der Deutschen (72 Prozent) Angst vor Einbrüchen hat, verzichtet jeder Dritte auf zusätzlichen Schutz für Haus oder Wohnung. Immerhin hat mehr als jeder fünfte Deutsche bereits beim Balkon und bei den Fenstern nachgerüstet. Knapp ein Viertel setzt auf ein Sicherheitsschloss oder eine Verstärkung an der Haustür.

Allerdings werden Beratungsangebote noch zu wenig genutzt: Nur einer von fünf Deutschen hat sich schon einmal zum Thema Einbruchschutz beraten lassen. Mehr als die Hälfte davon nahm dabei das Angebot der Polizei in Anspruch. Die Polizei sagt: „Schon einfache Schutzmaßnahmen schrecken ab. Eigentümer brauchen gar nicht viel Geld in die Hand zu nehmen. Zusätzliche Sicherheit, etwa für Fenster, Rollläden oder Kellerschächte, gibt es bereits für unter hundert Euro. Um beispielsweise bei Rollläden unerlaubtes Eindringen zu verhindern, genügt ein Sperrstift oder ein massiver Riegelbolzen.“  Schraubenzieher, Brecheisen und Handbohrer sind die bevorzugten Tatwerkzeuge von Einbrechern: Ein Einbruch muss schnell und leise vonstattengehen – denn Täter fürchten nichts mehr, als entdeckt zu werden.  Die meisten Einbrecher handeln alleine und spontan. Das Wichtigste für diese Täter ist es, möglichst schnell in das Objekt zu gelangen und genauso schnell wieder draußen zu sein – es geht um die gute Gelegenheit. Daher wissen sie selten bereits im Vorfeld, welches Diebesgut zu erwarten ist. In den meisten Fällen haben sie es auch nicht auf große Dinge abgesehen, vielmehr schauen sie auf „Ware“, die leicht zu transportieren ist und sich gut weiterverkaufen lässt. Am häufigsten haben es die Täter auf Schmuck, Bargeld sowie Kleinelektronik wie Fotoapparate, Smartphones oder Tablets abgesehen. Ein Einbruchsmythos ist „Bei mir gibt es eh nichts zu holen“ – jeder Einbruch lohnt sich für den Täter. Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch lag im Jahr 2016 bei rund 3.250 Euro, insgesamt zahlten Versicherungsunternehmen rund 470 Millionen Euro an die Opfer aus.

Die eingeschlagene Scheibe als Symbolbild für einen Einbruch – was im Krimi gute Bilder liefert –  hat nicht viel mit der Realität zu tun. Denn in den meisten Fällen dringen Einbrecher am Einstiegsort „Nummer Eins“ über das Aufhebeln von Fenstern und Terrassentüren in Häuser ein. Das dauert nur wenige Sekunden und macht kaum Geräusche. Als Tatwerkzeug dient dabei oft ein ganz normaler Schraubenzieher. Dieses Werkzeug bietet dem Täter mehrere Vorteile: Es lässt sich gut und verdeckt transportieren, sieht nicht nach einem Einbruchswerkzeug aus und erlaubt ein leises Agieren am Tatort. Stichwort „leises Agieren“: Immer häufiger wird die Einbruchtechnik des Fensterbohrens angewendet. In diesem Fall bohrt der Täter ein Loch in das Fenster, schiebt eine Drahtschlinge durch diese Öffnung und öffnet das Fenster, indem er den Fenstergriff dreht. Stößt ein Einbrecher auf Widerstand, bricht er seinen Aufbruchversuch in der Regel ab. Die Sicherheitsexperten bieten hierzu ein umfangreiches Sortiment an Sicherheitslösungen. Dabei gilt – auch aufgrund der Empfehlungspraxis der Polizei – zertifizierte mechanische Sicherungen bilden die Basis eines sinnvollen Einbruchschutzes. Der Trend geht allerdings immer mehr zu vernetzten Lösungen. Vor allem das Thema Mechatronik, wo massive Schlösser mit intelligenter Elektronik ausgestattet und zu Alarmsystemen vernetzt werden, ist hier zu nennen. Systeme, wie beispielsweise Funkalarmanlage bieten hier ein Plus an Funktionalität und vereinen die Bereiche Mechanik, Alarm, Video, Brandschutz sowie Notfall in einer Lösung, die sich dann beispielsweise auch mittels Smartphone komfortabel von unterwegs bedienen lässt. Welche Lösungen für das persönliche Sicherheitsbedürfnis am besten geeignet sind, ermittelt man am besten im Rahmen eines kostenlosen Sicherheitschecks, der bundesweit durch die Polizei und auch von zertifizierten Partner angeboten wird.

Wer sich dann für den Einbau von Sicherheitstechnik durch einen Fachmann entscheidet, der erhält aktuell bis zu 20 Prozent Zuschuss – bis 1.000 Euro –
vom Staat.     RED/ F:Barmenia

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