Macht nichts

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Sie wähnten sich schon als die Größten, die Koalitionsemissäre der Möchtegern-Bundes­regierung. Denn wenn die Sonne der Sondierungen tief steht, werfen auch Politzwerge lange Schatten. Und nun liegt ein Schatten über allem: Aus! Erst mal keine Macht für niemand, wie schon Rio Reiser sang. Die FDP drückte erst und verdrückte sich dann: Lieber nicht kopulieren als keinen Spaß dabei haben. Lieber gar keine Hausaufgaben machen als sich abquälen. Jetzt tun alle sauer, obwohl sie froh sind. Hatte doch ihr Chef, der selbstverliebte Gockel Lindner, im Wahlkampf mit vorlauten Sprüchen von sich reden gemacht und getönt: „Nichtstun ist Machtmissbrauch”. Macht er nun. Und wir wissen, wie verlogen dieser Spruch war. Aber der Polit-Butterlindner – immer etwas schmierig daherkommend – hat als Verantwortungsflüchtling sein Ziel erreicht. Man redet wieder über ihn und die schon mal totgesagte FDP. Egal wie. Das war ja auch immer das Credo von Westerwelle und auch der märkischen FDP. Die warb für sich mit Sprüchen wie „Keine Sau braucht die FDP“. Wie Recht sie doch hatte. Und überhaupt.

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