Mit den Waffen einer Frau

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Oft wird ja behauptet, Frauen seien wehrlos. Stimmt nicht. Ein paar Kilometer südlich von uns, in Jüterbog, gab es letzte Woche ein Vorkommnis, da wusste sich eine Frau weibhaft zu wehren und setzte ihre ureigensten Waffen ein: bei einer Muttermilch-Attacke. Auf dem Bahnhof der Stadt wollten Polizisten die Identität einer Frau aus Kamerun kontrollieren: Sie war – nein, kein rassistischer Witz! – eine Schwarzfahrerin. Sie hatte keine Fahrkarte. Doch die 30-Jährige weigerte sich, schrie lauthals drauflos. Dann machte sie sich plötzlich ratzfatz splitternackig, nahm ihren Busen in die Hände –  und bespritzte die Polizisten mit Muttermilch aus ihren Brüsten. Die schrieben später auf Twitter, sie wehrte sich „mit den Waffen einer Frau“. Na, wenn das nun nicht schon wieder als sexistisch“ gilt! Und erst, wenn der Polizist die nackte Frau und deren Busen angeschaut hat! Aber was hätten die Uniformierten denn machen sollen? „Hände hoch, werfen Sie die Waffe weg!“ rufen? Nun ermittelt die Polizei gegen die Frau wegen „Körperverletzung“… Wenn auch nicht ganz zu verstehen ist, wen oder was sie verletzt hat…

Aber so eine Muttermilch-Attacke ist nicht ganz neu. Vor ein paar Jahren wollte eine Frau in einer Darmstädter Apotheke etwas kaufen. Sie bezahlte mit einem 200-Euro-Schein, ließ sich das Wechselgeld geben und entblößte plötzlich eine Brust, drückte darauf und spritzte Muttermilch in Richtung der Angestellten. Die und Kunden forderten sie auf, ihre Brust zu bedecken. Doch die Frau wühlte oben ohne in der Auslage herum, ging zur zweiten Kasse und drückte erneut auf ihre Waffen, die Brust: Milch frei! Dann verschwand sie aus dem Laden. Bei einer späteren Überprüfung wurde festgestellt, dass 100 Euro aus der Kasse fehlten.

Eine Latte am Zaun fehlte jetzt einem dänischen Künstler, der letzte Woche in Wittenberg eine sogenannte Performance mit den „Waffen des Mannes“ veranstaltete. Der 45-Jährige nagelte die Vorhaut seines Penis an einen Baum im Luthergarten. Dabei  berief er sich auf Luther, der mal gesagt haben soll: „Selbst wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch meinen Apfelbaum pflanzen.“ Der Penis-Künstler hatte bereits vor einem Jahr nackt vor der Thesentür der Schlosskirche posiert, seine Männlichkeit mit Klebeband fest daran geheftet und sich auch da auf Luther berufen: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Oder sagte er: „Hier steht er – ich kann nicht anders“?“ Gegen ihn wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Welche Sache? Sich oder die Kirchentür? Oder der gesunde Menschenverstand? Die Polizei: „Es gibt nichts, was es nicht gibt.“ Genau. Und überhaupt.

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