Neuer Glanz für alte Bauten

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Denkmal für die Opfer des Faschismus in Bernau bei Berlin.

Land investierte 2017 rund 39 Millionen Euro in die Denkmale Brandenburgs  

Im zu Ende gegangenen Jahr 2017 wurden insgesamt rund 39 Millionen Euro aus Mitteln des Kulturministeriums und des Infrastrukturministeriums des Landes Brandenburg in die Sicherung, Sanierung und Restaurierung von Denkmalen investiert. Das sind gut drei Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Für Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch wirkt „die Denkmalförderung in allen Regionen Brandenburgs. Die zahlreichen Gutshäuser, Kirchen, Industriebauten und Wohnhäuser sind nicht nur einmalige Zeugnisse der Geschichte und Teil der Identität unseres Landes – sie sind aufgrund ihrer Authentizität besonders geeignet, Kinder und Jugendliche, aber auch Menschen mit anderen kulturellen Wurzeln mit unserer Geschichte und Kultur in Berührung zu bringen“. Insofern spiele die Denkmlpflege gerade auch im jetzt begonnenen Europäischen Kulturerbejahr 2018 eine herausragende Rolle.

Die Mittel aus dem Infrastrukturfonds – rund 24 Millionen Euro – wurden vor allem in die neue Nutzung von historischen Gebäuden zum Beispiel für Sozialeinrichtungen oder Seniorenwohnungen gesteckt. Damit wurden seit 1991 für den städtebaulichen Denkmalschutz in Brandenburg fast 800 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung gestellt. Dank dieser Förderung konnte der Verfall der historischen Gebäudesubstanz im Land Brandenburg weitgehend gestoppt werden. Dies ist auch dem Engagement von privaten Investoren, Wohnungswirtschaft, Landkreisen und Kommunen zu verdanken.

Das Kulturministerium steuerte 2017 rund 15 Millionen Euro für den Erhalt national und landesweit bedeutsamer Schlösser, Kirchen, Gebäude und Gedenkstätten bei. Die beiden  Stiftungen Preußische Schlösser und Gärten sowie Brandenburgische Gedenkstätten erhielten gut 11 Millionen Euro für die Pflege der historischen Anlagen. Weitere Mittel flossen zum Beispiel in die Sanierung der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack, der Friedenskirche in Potsdam, der Borsighalle in Eberswalde, der Rennbahn in Hoppegarten, der Klosterkirche in Zinna, der Hyparschale in Templin und von Arbeiten am Südwestkirchhof in Stahnsdorf. Außerdem wurden der Erhalt zahlreicher Dorfkirchen und Gutshöfe sowie archäologische Forschungsgrabungen unterstützt.

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 unter dem Motto ‘SHARING HERITAGE‘ geht auf eine Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz sowie des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zurück. Die digitale Plattform www.sharingheritage.de ist die zentrale Anlaufstelle für alle Aktivitäten rund um das Kulturerbejahr. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz wurde 1973 gegründet. Seit März 2016 ist Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch Präsidentin des Komitees.

PI Land Brandenburg

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