Vorsicht, Trickbetrüger!

0
49
Quelle: Fotolia

Im Landkreis Dahme-Spreewald sind vermehrt Trickbetrüger unterwegs. Die Betrüger täuschen vor, Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, der Malteser oder anderer Hilfsorganisationen zu sein. Um ihre Geschichte plausibel zu gestalten, tragen sie vollständige „Uniformen“ der Organisationen oder einzelne Embleme an ihrer Kleidung.

Vereinzelt wiesen sich Täter auch mit Originalausweisen aus. Vornehmlich sprechen sie, alleine oder zu zweit, ältere Menschen an und geben vor, im Auftrag Spenden für die Arbeit der jeweiligen Einrichtung zu sammeln. In einigen Fällen haben sie die Entrichtung des Mitgliedsbeitrages gefordert. Dazu wurden in der Vergangenheit auch Altenheime aufgesucht. Neben Bargeld nutzen die Betrüger Überweisungsträger. Diese lassen sie nur teilweise ausfüllen, wobei der Empfänger freigelassen wird. Im Nachgang ergänzen die Betrüger auf dem Überweisungsträger den Empfänger und fälschen weitere Zahlen. Aus einem „Spendenbetrag“ von 60 Euro werden so schnell 1160 Euro. Die Geschädigten beschrieben die betrügerischen Spendensammler überwiegend als freundlich, höflich und gepflegt.

Mitarbeiter des DRK und der Malteser nehmen grundsätzlich kein Bargeld an.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei nochmals folgende wichtige Hinweise:

Spendensammlungen sind erlaubnispflichtig, wenn diese gemeinnützigen Zwecken dienen sollen. Deshalb verlangen Sie immer den Nachweis der Genehmigungsbehörde mit der entsprechenden Sammelliste. Prüfen Sie genau, wem Sie Ihr Geld übergeben. Geben Sie nie unterschriebene Überweisungsträger an andere Personen. Diese sind leicht zu fälschen. Verlangen Sie im Zweifel selbst den Überweisungsträger bei der Bank abzugeben. Da Betrüger die Spendenbereitschaft ausnutzen wollen, schauen Sie genau, wer vor der Haus- oder der Wohnungseingangstür steht. Nutzen Sie Türspion, Türsprechanlagen, schauen Sie aus dem Fenster und legen Sie eine Türspaltsperre vor. Sie entscheiden, wer Ihre Wohnung betreten darf! Gewähren Sie Fremden deshalb nur nach genauester Prüfung den Zutritt. Ziehen Sie Nachbarn oder Vertrauenspersonen als Zeugen und zur Unterstützung zu Hilfe. Lassen Sie sich niemals zu Fragen zu Ihrer finanziellen Situation und zu Ihren Kontodaten ein. EC-Karten sind praktisch Bargeld und sollten auch so behandelt werden. Geben Sie niemals Ihre PIN an Dritte weiter. Ein gesundes Misstrauen hilft weiter!

Polizeidirektion Süd

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here