Wieder an Land

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Region ist Wassersportparadies/ Polizei zieht Bilanz der Saison 2017

Der Herbst ist da, die meisten Boote sind aus dem Wasser geholt, wieder an Land  und werden ins Winterlager überführt. Der Herbst ist da, die Wassersportsaison 2017 neigt sich für die viele Wassersportler dem Ende entgegen.

Für einen abschließenden Rückblick auf das Jahr 2017 ist es noch zu früh, jedoch blickt die Wasserschutzpolizei der Direktion Süd wieder auf eine arbeitsreiche Saison zurück. Deren Zuständigkeitsbereich umfasst die schiffbaren Bundes- und Landesgewässer im Südosten Brandenburgs, von der südlichen Stadtgrenze Berlins bis zur Landesgrenze zu Sachsen im Süden.  Grundsätzlich kann eingeschätzt werden, dass sich unsere Wassersportfreunde auch in der Saison 2017 ordnungsgemäß und rücksichtsvoll auf den Wasserstraßen bewegt haben. Dazu trägt sicher auch die Überwachung der Verkehrsvorschriften durch die Wasserschutzpolizei bei. Die bisher ca. 4000 Kontrollen von Sportbooten in der vergangenen Saison und dabei mehr als 900 festgestellten Beanstandungen sind ein Beleg dafür. Bei den festgestellten Verstößen handelte es sich vorrangig um die Nichtbeachtung von Fahrregeln auf unseren Gewässern, die Nichteinhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und die fehlende Kennzeichnung von Booten.

Die Feststellungen von Fahrten unter der Einwirkung von Alkohol bewegen sich mit bisher 25 Feststellungen leider auf dem Vorjahresniveau, der höchste Wert betrug dabei in dieser Saison bisher 3,1 Promille! Die Promillegrenzen liegen in der Schifffahrt analog zu denen im Straßenverkehr. Dies bedeutet, dass der Sportbootführer ab 0,5 Promille sein Fahrzeug nicht mehr führen darf.

Unsere Region ist für viele Wassersportler hinsichtlich Vielfalt und Abwechslungsreichtum sehr interessant, so stellen wir augenscheinlich auch einen Anstieg an Miet- und Charterbooten auf den Wasserstraßen fest. Trotz Einweisung durch die Vermieter ist es teilweise bei den Kontrollen erschreckend, wie wenig sich die betreffenden Sportbootführer selbst über die Besonderheiten der zu befahrenden Wasserstraßen informieren und mit welcher Gedankenlosigkeit oder Gleichgültigkeit die Fahrt angetreten wird. Die fehlenden Erfahrungen in Seemannschaft und Navigation machen sich dann im Fahrverhalten, zum Beispiel bei Schleusungsvorgängen bemerkbar. Gleiches gilt jedoch leider zum Teil auch für die Wassersportfreunde, die mit eigenen Booten unterwegs sind. Die Gefährlichkeit der Unkenntnis von Vorschriften auf dem Wasser und des Fehlverhaltens auf dem Wasser werden teilweise deutlich unterschätzt. So wird zum Beispiel wesentlich zu dicht am Überholten vorbei gefahren, und dieser dadurch behindert oder geschädigt oder durch zu hohe Geschwindigkeit deutlich zu viel Wellenschlag verursacht und dadurch am Ufer festgemachte Boote beschädigt.

In der bisherigen Saison 2017 mussten so bisher auch wieder 25 Schifffahrtsunfälle mit Beteiligung von Sportbooten durch die WSP aufgenommen werden, bei denen leider auch 3 verletzte Personen zu verzeichnen waren. An dieser Stelle erneut der Appell für die nächste Saison an unsere Sportbootführer, die Winterpause zu nutzen, um sich vielleicht mal wieder mit den einschlägigen Vorschriften zu befassen. Für Fragen steht ihnen die Wasserschutzpolizei gern zur Verfügung.

Einige Hinweise zur bevorstehenden Einwinterung der Boote. Auch hier sind einige Punkte zu beachten, um diese Arbeiten unfall-/schadensfrei und im Rahmen der rechtlichen Vorgaben zu erledigen.

(Titelbild: parilovv / 123RF Lizenzfreie Bilder)

Heiko Juschkat,

Polizeihauptkommissar/F: UR, Wasserschutzpolizei

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