50 Jahre Flugzeugabsturz in Königs Wusterhausen

Die Rauchsäule, die nach dem Absturz am 14. August 1972 über Königs Wusterhausen zu sehen war. Foto: Rainer Kugel

KW-Detektive haben 25 Aktenordner zur Katastrophe ausgewertet / Zeitzeugen geben Auskunft

Am 14.August 1972 stürzte ein Passagierflugzeug der Interflug über Königs Wusterhausen ab. 156 Menschen starben. Es ist noch heute die schwerste Flugzeugkatastrophe in Deutschland. An das Unglück vor 50 Jahren erinnert eine Veranstaltung am Freitag, 12. August, 18 Uhr in der Stadtbibliothek in Königs Wusterhausen. Der Eintritt ist frei.

Claus Judeich, Hobby-Chronist in Königs Wusterhausen, hat die Untersuchungsakten studiert und berichtet darüber in einem Vortrag der KW-Detektive. Die Untersuchungsakten waren zu DDR-Zeiten „Geheime Verschlußsache“. Erst nach der Wende waren sie zugänglich. In 25 Aktenordnern mit Tausenden von Seiten wird in akribischer Kleinstarbeit die Flugzeugkatastrophe aufgearbeitet. Durch die Geheimhaltung durch die DDR-Behörden entstanden in der Bevölkerung viele Gerüchte, die in den Akten teilweise wiederlegt werden. Auch der politische Aspekt findet sich in den Akten wieder.

Drei wichtige Zeitzeugen haben sich bereit erklärt, bei der Veranstaltung mitzuwirken. Jörn Lehweß-Litzmann war in der Untersuchungskommission, die die Unfallursache ermittelte. Ein weiterer Zeitzeuge ist Reinhard Kempa, der im Katastrophenschutz tätig und bei der Organisation zur Bewältigung der Flugzeugkatastrophe mitverantwortlich war. Ferner wird der ehemalige Feuerwehrmann Wolfgang Krüger seine Erlebnisse schildern. Er war einer der ersten, der an der Unfallstelle eintraf.

RED