50 Kubikmeter Teer im Boden

Altlasten im Baugrund für neue Kita in KW

Bei den Vorbereitungen des Baufeldes der zukünftigen Kita in der Rosa-Luxemburg-Str. 7c von Königs Wusterhausen wurde eine Kontamination des Grundstücks mit einer teerhaltigen Flüssigkeit festgestellt. Bisher galt die Fläche als altlastenfrei.

Da das kontaminierte Gebiet für die zu errichtende Kita sowie für eine weitere Wohnbebauung ausgewiesen ist, ist dieses Gesamtareal besonders sensibel und weitergehend großflächig zu erkunden. Die Erteilung der beantragten Baugenehmigung für die Kita setzt die Bestätigung der erfolgten vollständigen Gefahrenbeseitigung durch die Untere Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde des Landkreises voraus, die jetzt veranlasst wurde.

Am 13. und 16. Juli 2018 stieß die mit der Vorbereitung des Baufeldes beauftragte Firma unvermittelt auf große Fundamente mit schwarzen Anhaftungen.  Beim Ziehen der Fundamente traten schwarze zähe Flüssigkeiten aus, woraufhin die Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde des Landkreises umgehend informiert wurde. Es erfolgte die Freilegung weiterer Teile des unterirdischen Bauwerks, welches sich als zweiteiliger Kanal mit einer Gesamtausdehnung von rund 18 MeterLänge, 7 Meter Breite und einem  Meter Tiefe  herausstellte. Die beiden Betonkanäle sind mit einer teerhaltigen Flüssigkeit gefüllt. Die Abdeckungen sind teilweise beschädigt. In einer ersten groben Schätzung wird von rund 50 Kubikmeter teerhaltiger Flüssigkeit ausgegangen. Eine Baustellensicherung und die Herstellung eines Witterungsschutzes sind im ersten Schritt erfolgt.

Recherchen ergaben, dass sich die Fundstelle im Bereich des ehemaligen Tanklagers des umsetzbaren Heizwerkes befindet, das ab 1983 mit Heizöl/Stadtgas betrieben und 1985/86 stillgelegt bzw. zurückgebaut wurde. Die Fläche wurde aufgrund einer Gefährdungsabschätzung von 1998 aus dem Altlastenkataster entlassen. Auf Grund des aktuellen Auffindens von Verunreinigungen wurde die Fläche nun wieder in den aktiven Bestand des Katasters aufgenommen. Gemäß behördlicher Auflage des Landkreises wurde ein Büro für Schadstoffanalytik und Entsorgung beauftragt, das ein Entsorgungskonzept erstellt sowie die Beprobung und Entsorgung vor Ort begleitet.

Red/ PI Stadt KW

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