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Dienstag, Februar 27, 2024
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Abenteuer Halifax

Lena Röhlings aus Mittenwalde startet erstmals
bei der Kanu-WM der Erwachsenen

Wir haben schon einige male über Lena Röhlings, die junge Kanutin aus Mittenwalde, berichtet. Zuletzt vor knapp zwei Jahren, als sie zur Nachwuchssportlerin des Jahres in Berlin gewählt wurde. Inzwischen ist die heute 19-Jährige in die Deutsche Kanu-Nationalmannschaft berufen worden und steht vor dem ersten Höhepunkt ihrer Karriere bei den Erwachsenen, der Kanu-Weltmeisterschaft im Kanadischen Halifax.

Wir hatten die Gelegenheit, telefonisch mit ihr ein kurzes Interview zu führen und erreichten sie am Wochenende in Duisburg, wo die Deutsche Nationalmannschaft zur unmittelbaren WM-Vorbereitung weilte. Von dort ging es am Sonntag direkt nach Halifax zur WM, wo sie mit ihren Mannschaftskameradinnen Caroline Arft, Pauline Jagsch und Katharina Diederichs am heutigen Mittwoch ihren ersten Vorlauf im K4 bestreiten wird.

KaWe-Kurier: Du bist erst 19 Jahre alt und schon Teil der Deutschen Nationalmannschaft. Kam die Berufung für dich überraschend?

Lena Röhlings: Ehrlich gesagt: ja! Eigentlich hatte ich bei den Qualifikationen im Frühjahr das Ziel, mich für die U23 Nationalmannschaft zu qualifizieren. Aber die Sichtungswettkämpfe liefen dann überraschend besser als erwartet und ich habe mich für die erweiterte Damen Nationalmannschaft qualifiziert. Danach bin ich im K4 über 500 Meter bei zwei World Cups an den Start gegangen. Wir sind in unserer Besatzung noch ein sehr junges Boot und waren umso erfreuter, einen 4. Platz beim World Cup in Racice belegt zu haben. Beim zweiten World Cup in Poznań sind wir einen starken Vorlauf gefahren und konnten uns somit direkt für das Finale qualifizieren. Dieses konnten wir aufgrund eines plötzlichen Corona Falles jedoch leider nicht bestreiten. 

Wie verlief dann die Vorbereitung auf die WM?

Nach den World Cups stand ein zweiwöchiges Grundlagen-Trainingslager in Kienbaum an und derzeit befinden wir uns in Duisburg zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung auf die Weltmeisterschaften im kanadischen Halifax. Das Training lief die letzten Wochen gut und wir wachsen zu einem immer besser aufeinander eingespielten Team zusammen. Wir sind höchst motiviert, wollen das bestmögliche rausholen und freuen uns, als noch so junges Team viele Erfahrungen gemeinsam sammeln zu können.  

Du bist die Schlagfrau im K4 der Damen. Was genau heißt das?

Das heißt, ich gebe die Schlagfrequenz des Mannschaftsbootes bzw. die Zeitpunkte, zu denen das Paddel ins Wasser eingesetzt und herausgehoben wird, vor. Meine Teamkameradinnen übernehmen diese Schlagfrequenz sowie den vorgegebenen Rhythmus und die Renntaktik. 

Mit welchen Gefühlen fährst du mit deinen Mannschaftskameradinnen zur WM?

Für drei von uns wird die diesjährige Weltmeisterschaft in Kanada die erste Weltmeisterschaft in der Leistungsklasse der Damen sein. Meine ­Vorfreude und Motivation sind riesig und ich bin stolz, in Nationalmannschaftskleidung für Deutschland an den Start gehen zu dürfen. Natürlich bin ich auch schon etwas aufgeregt, aber das gehört dazu. 

Welche sportlichen Ziele habt ihr bei eurer ersten WM?

Als noch so junge Bootsbesatzung wollen wir uns bestmöglich präsentieren und an die Vorleistungen der beiden World Cups anknüpfen. Der vierte Platz in Racice hat uns Mut gegeben und hat hungrig auf mehr gemacht. Im Finale wollen wir zu den Top fünf gehören und werden alles geben, um mit um die Medaillen zu paddeln.

Fragen: Vesa Elbe;

Fotos: Carsten Böttinger

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