Abenteuer im grünen Klassenzimmer

Im Waldtheater wird die Natur zum Abenteuerspielplatz. Foto: Haus des Waldes

Das Gräbendorfer Haus des Waldes feierte sein 40jähriges Bestehen

Mit einer Festveranstaltung und einem stimmungsvollen Waldfest beging des Haus des Waldes in Gräbendorf am vergangenen Wochenende sein 40jähriges Jubiläum. Mit einer Musical-Premiere und Märchenstücken auf der Waldtheater-Bühne, mit Führungen durch die Ausstellungen und auf den Lehrpfaden, mit Jagdhornbläsern, Wald-Quiz und Wettnageln, mit Wildsuppe und Gebratenem vom Feuer kosteten Besucher und Mitarbeiter gemeinsam das Abenteuer Wald in seiner ganzen Brandbreite aus.

Das ganze Jahr über werden im Haus des Waldes derzeit rund 10000 angemeldete Besucher begrüßt. Darüber hinaus geht eine Vielzahl von spontanen Tages- und Wochenendgästen auf Entdeckungstour durch den rund 3000 Quadratmeter großen Waldlehrgarten mit der Hirschkäferwelt und der Praxis Doktor Wald. Und auch in den weiteren Erlebnisbereichen im Freien wie Pirschweg und Waldlehrpfad, wie Waldtheater, Holzplatz oder Lagerfeuerstelle kann der Wald in all seinen Facetten erforscht und auch mit allen Sinnen genossen werden. Die Waldstube als Bastel- und Spieledomizil, die Infoscheune mit ihrem Seminarraum, der Fuchsbau, das Forsthaus und die Waldwerkstatt machen das Haus des Waldes heute zu einem multifunktionalen, lebendigen Ort des Lernens inmitten der Natur.

Mit seinen 40 Jahren gehört das „Klassenzimmer im Grünen“zu den ältesten und traditionsreichsten forstlichen Naturschutzzentren Deutschlands. Es wurde im Juni 1978 als „Naturlehrkabinett Frauensee“ gegründet. Seit 1990 wird die Arbeit der jetzigen Waldschule durch einen Förderverein und den Regionalverband Dubrow e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) unterstützt. Als erste derartige Einrichtung in den neuen Bundesländern erhielt sie 1991 die Bezeichnung Haus des Waldes und widmete sich seitdem mehr und mehr der Entwicklung und Koordinierung der brandenburgischen Waldpädagogik. Sie wurde damals schon Einsatzstelle für Zivildienstleistende. Seit 1993 können Jugendliche dort auch ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren.

Die jahrelangen Bemühungen um waldbezogene Bildungs- und Erziehungsarbeit mündeten im Mai 1995 in der Anerkennung der Einrichtung als „Waldpädagogik-Zentrum“ der Landesforstverwaltung Brandenburg. In Gräbendorf wurde über viele Jahre lang die „Waldpädagogik“ im Bundesland Brandenburg entwickelt und gesteuert. Dies geschah bis 2012 unter der bewährten Leitung von Klaus Radestock. Seitdem wird das Haus des Waldes als Waldschule des Landesbetriebes Forst Brandenburg von Ute Fiszkal geführt. Weitere Informationen auf der Internetseite
www.haus-des-waldes.info.

TM

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

*

Willkommen auf kw-kurier.de!

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies ein. Durch das Weitersurfen auf kw-kurier.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen „Cookies, Webanalyse-Dienste und Social Media“.