Abschluss des Orgelsommers

Christiane Scheetz spielt Werke der Norddeutschen Orgelschule

In der Kreuzkirche Königs Wusterhausen endet der diesjährige „Orgelsommer 2019“ am Freitag, dem 27. September um 19:30 Uhr mit einem Konzert zum 300-jährigen Gedenken an Arp Schnitger (1648-1719), einem der berühmtesten Orgelbaumeister seiner Zeit.

Der in Hamburg ansässige Meister des Orgelbaues schuf in ganz Nordeuropa über 100 Instrumente, die für den gesamten Orgelbau stilprägend waren. 1708 wurde Schnitger zum königlich preußischen Hoforgelbauer ernannt. In dieser Zeit bekam auch die damalige Schlosskirche in Königs Wusterhausen eine neue Orgel. Es ist anzunehmen, dass dieses  Instrument von Schnitger geplant und dann von seinem Werkmeister Lambert Daniel Karstens gefertigt wurde. Heute ist davon noch der barocke Orgelprospekt erhalten hinter dem die norddeutsche Orgelbaufirma Hendrik Ahrend ein neues Orgelwerk nach dem Vorbild Arp Schnitgers setzte.

Kantorin Christiane Scheetz spielt unter dem Titel „Magie des Klanges“ Musik von Komponisten der Norddeutschen Orgelschule, die mit Schnitger in enger Verbindung standen. So erklingen Fantasien, Choral-und Volksliedvariationen sowie Präludien und Fugen von Jan Pieterszoon Sweelinck, Samuel Scheidt, Dietrich Buxtehude und Wolfgang Druckenmüller. Auch Johann Sebastian Bach reiste zu Schnitger-Orgeln und war von deren Klangfülle begeistert. Ein Höhepunkt des Gedenkkonzertes ist Bachs Präludium und Fuge in a-Moll (BWV 543) mit seinen improvisatorischen Momenten und seiner kunstvollen Kontrapunktik.

Eintritt: 7,50 €, ermäßigt: 4,00 € (Karten sind an der Abendkasse erhältlich) RED