An den Kopf gefasst

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Können Sie sich eine Lehrerin vorstellen, die mit einem Nudelsieb auf dem Kopf unterrichtet? Zugegeben: Eine krude Idee. Auf die haben mich die Grünen gebracht. Die stricken ja nun keine Socken mehr. Klar, mancher Strumpf passt auch ganz gut – so bei Ökologie, Verkehr, Gleichstellung. Aber da kein Bedarf an selbstgestrickten Strümpfen mehr besteht, haben die Berliner Grünen – und die Gefahr besteht ja immer, dass die Brandenburger sich da was abgucken – nun was Neues zusammengestrickt und Forderungen aufgemacht, bei denen man sich echt an den Kopf fasst. Um den es geht. Die Grünen wollen das Neutralitätsgesetz ändern, das das Tragen jeglicher weltanschaulicher und religiöser Symbole im öffentlichen Dienst, also an Schulen, bei der Polizei und in Gerichten verbietet. Muslimischen Lehrerinnen soll das Unterrichten mit Kopftuch ermöglicht werden. Bislang ist das nur an berufsbildenden Schulen in Berlin erlaubt. Der Berliner-Grünen-Parteitag nickte die Forde­rung einstimmig ab. Früher hatten grüne Delegierte noch die Auffassung vertreten, dass eine Lehrerin mit Kopftuch für muslimische Einwanderer ein problematisches Rollenvorbild sei und religiös einseitig indoktriniere. Außerdem sollen EU-Zuwanderer, die keine Arbeit finden, bereits nach drei Monaten Anrecht auf Sozialhilfe haben. So wurde es abgestimmt.

Ganz früher drohten Lehrer in der Schule mit dem Rohrstock, bald die Schule mit Lehrerinnen mit Kopftuch? Kann sein, die Grünen kommen auch noch auf weiterführende Ideen, wie im öffentlichen Dienst eine Burka zu tragen. Aber dann könnte eben eine Lehrerin, die an die Kirche der fliegenden Spaghettimonster glaubt, im Unterricht eben auch ein Nudelsieb auf dem Kopf tragen. Wenn man den grünen Ideen folgt. Doch ist Ihnen, werte Lesergemeinde, schon mal aufgefallen, dass manche Leute um der Grünen ureigenstens Symbol, die Bäume, einen großen Bogen machen und sich schon gar nicht trauen, sich an einen Baum zu lehnen? Nicht wegen Sturmgefahr. Das sind Grünen-Politiker! Sie fürchten, dass der Baum umfällt. Weil sie selbst wissen, der Klügere gibt nach. Ein Witz – gewiss. Aber über das, was politische Möchtegerne zusammenstricken, kann man nicht lachen und sich nur an den Kopf fassen. Und überhaupt.

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