Ansichten von Mark Brandenburger

Wer braucht die?

Es ist nicht nur der Frühling. Der produziert ja Glückshormone, die uns unter anderem dazu bringen, öfter zu lachen. Aber es sind wohl weniger die Hormone, dass man über die hiesige FDP nur noch lachen kann. Frei und demokratisch. Falls Sie fragen, FDP – FD-wer? Das sind die Lindner-Jünger/Innen von der, wie man sie inzwischen nennt, Feigen Demokratischen Partei. Die großtönend alles besser machen wollten, aber dann bei der letzten Bundestagswahl bei der Verantwortungsübernahme jämmerlich gekniffen haben. Die die Mitgliederversammlung ihrer paar Hanseln in einer Telefonzelle abhalten können. Die ihre politische Meinung schneller wechseln als ihre Unterhosen. Wie der ehemalige Brandenburgische FDP-Generalsekretär Andreas Büttner, zuvor bei der CDU und seit einiger Zeit bei den Linken und für die seit 2018 hochbezahlter Staatssekretär im Brandenburgischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Oder die FDP-Kandidatin bei der letzten Bürgermeisterwahl, die sich entgegen von me too als der „Mann“ für KW titulieren ließ… Eine Männin, die auch die politische Fahne nach dem Wind dreht. Aber so was von! Davor war sie/er leitend bei den Linken. Ja, man muss sich schon drehen, sagen die FDPler. Haben sie in der Bundespolitik ja auch immer gemacht. Wie auch im Dahmeland der FDP-Patron mit dem Zopf und Fraktionschef im KWer Stadtrat. Genannt auch das politische Meinungschamäleon: Gestern diese Partei, heute jene. Wofür er gestern noch mit „hüh“ gestimmt hat, dagegen wettert er heute mit „hot“. Aus dem Landtag rausgewählt, wanzte er sich seitdem weiter bei den jeweils regierenden Lokalpolitikern ganz peinlich an. Oder biedert sich bei der Presse an – Hauptsache, er bleibt im Gespräch. Er sah sich als FDP-Wahl-Spitzenkandidat ja schon wieder im Kreistag thronen – die Ortsverbände aber haben ihn gar nicht erst raufgelassen. Die Kreisversammlung stellte einen anderen auf. Er vertraut nun darauf, dass ihm wieder einer ein warmes, gut dotiertes Plätzchen am Ofen als Meinungszustimmer eines lokalen Politikregenten bietet. Und: Dass man über ihn spricht. Egal, wie. Im Gespräch ist die hiesige FDP ja gerade wieder. Als Lachnummer, wie selbst die sonst lokalpolitischen Entscheidungen zugetane allgemeine Tageszeitung schreibt. Denn knapp zwei Monate vor den Kommunalwahlen streiten sie sich bei der FDP Dahme-Spreewald wie die Kesselflicker. Sie agieren chaotisch und gegeneinander: Der Kreisvorstand hat den Vorsitzenden des Ortsvereins KW, des mitgliederstärksten, des Amtes enthoben und ihm einen Maulkorb verpasst. Von seinem Posten in der Stadtverwaltung wurde er vor der letzten Bürgermeisterwahl rausgewechselt, weil er einiges mehr vergeigt hatte. Dann von dort nach der Wahl wieder reingewechselt worden, konnte er aber nicht wie avisiert auf den Posten des Vizebürgermeisters rüberwechseln. Die Stadtverordneten hatten gute Gründe dagegen. Er kandidiert nun bei der Kommunalwahl für die S-Bahn-Gemeinden. Außerdem wurde die/der, die mal „der Mann für KW“ war und ebenfalls auf der KWer-Kreistagswahlliste steht, aus dem FDP-Kreisvorstand rausgeworfen. Jetzt ist, wie man so sagt, bei der FDP die K… am Dampfen. Was nun? Können den Gelblauen Rathaus-Freunde wieder helfen? Es gibt inzwischen eine „Unabhängige liberale Wählergruppe“, die auch zur Kreistagswahl antreten will. Es wird wohl so sein, dass am 26. Mai die FDP und die Unabhängige liberale Wählergruppe um den Einzug in den Kreistag streiten. Sieht da noch jemand durch? Chaos pur! Da ist eine 500-teilige Sitcom-Serie gar nichts dagegen. Wie dort werden wir jedenfalls auch über die FDP noch viel zu lachen haben. Was nicht an den Frühlingshormonen liegt. Wie sagte doch der damalige FDP-Landes-General und heutige Linken-Staatssekretär Büttner zur Landtagswahl 2014 selbstironisch: „Keine Sau braucht die FDP.“ Genau. Und überhaupt.