aquamediale 13 trifft auf Fontane

aquamediale 13 
trifft auf Fontane</p><br /> <p>

Künstler, Konzept und Programm des Spreewälder Kunstfestivals wurden in Straupitz vorgestellt

Unter dem Titel„Spreeland trifft…“ beginnt in wenigen Wochen die diesjährige aquamediale 13. Die Kunstausstellung am, im und auf dem Wasser findet vom 15. Juni bis 21. September im Spreewalddorf Straupitz statt.

Den Anlass für die aquamediale 13 bietet das 2019 landesweit begangene Themenjahr zum 200. Geburtstag Fontanes. Seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg führten Heinrich Theodor Fontane vor 200 Jahren auch durch den Spreewald. Als Literat, Journalist und Erzähler zeichnet er die „Spreeländer“ aus einer kritisch–liebevollen Distanz. „Wir haben vor diesem Hintergrund engagierte Künstlerinnen und Künstler mit nationalen und internationalen Wurzeln aufgerufen, die Auswirkungen der Globalisierung auf Mensch und Heimat zu untersuchen“, sagt Kurator Harald Larisch. Als Ergebnis ihrer subjektiven Wahrnehmung stellen sie unter dem Thema „Spreeland trifft…“ ihre Sichten und Empfindungen als Objekte und Installationen zur Anschauung und Diskussion in den Schlosspark Straupitz. Der an kulturellen Sehenswürdigkeiten reiche Ort bietet ideale Möglichkeiten, das Thema in der Natur zu installieren und mit einer Kahnfahrt für interessierte Besucher erlebbar zu machen.

Insgesamt zehn herausragende Absolventinnen und Absolventen renommierter Kunsthochschulen− wie der Hochschule Burg Giebichenstein in Halle, der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, der Technischen Kunsthochschule in Berlin oder der Kunsthochschule in Berlin Weißensee − werden die aquamediale 13 begleiten. Sie kommen aus Deutschland, China, Thailand, Südkorea und Kolumbien. Wie in den vergangenen Jahren wird das Kunstfestival auch wieder in ausgewählten umliegenden Spreewaldgemeinden zu spüren sein: „Die aquamediale 13 widmet sich der Vernetzung der Genres Literatur, Bildende Kunst und Musik in Straupitz, Lieberose, Schlepzig und Burg mit einem ­reichhaltigen Rahmenprogramm. Dabei ist das übergreifende Ziel, Fontanes Spuren im Spreewald touristisch und künstlerisch aufzunehmen“, sagt Projektleiterin und Dahme-Spreewalds Kulturamtsleiterin Anika Meißner. Den Auftakt für das begleitende Veranstaltungsprogramm gibt die Vernissage am Samstag, 15. Juni in Straupitz. Zur feierlichen Eröffnung mit der Kulturministerin Martina Münch als Schirmherrin wird es unter anderem Kunstkahnfahrten, Führungen und ein Konzert mit dem Landesjugendjazzorchester Brandenburg geben. Weiterhin sind unter anderem ein „Pop up Atelier“ in Lieberose, Theater-Workshops für Kinder sowie Jugend-Kunstprojekte im Straupitzer Kornspeicher, ein Quartettkonzert mit dem Sorbischen Nationalensemble in Schlepzig und ein „Fließendes Atelier“ in Burg geplant. Und, und, und…

Außerdem hat der Fördervereins aquamediale e.V. begleitend zum Kunstfestival ein Buch-Projekt verwirklicht. Ähnlich, wie es vor 200 Jahren Fontane tat, befragen darin der Kurator Harald Larisch, die Journalistin Ingvil Schirling und der Fotograf Stefan Otto etwa 60 Menschen zu ihrem Wohnort. Die Antworten sind Versuch einer Näherung zum subjektiv sehr unterschiedlich empfundenen Begriff „Heimat“. Das Kunstfestival aquamediale 13 ist ein Projekt des Landkreises Dahme-Spreewald in Kooperation mit dem Heimat- und Fremdenverkehrsverein Straupitz e. V., dem Amt Lieberose/Oberspreewald, der Stadt Lübben (Spreewald), dem Amt Unterspreewald und dem Förderverein aquamediale e. V.. „Mein Dank gilt allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich auf die umfangreiche Arbeit für das Festival in Straupitz eingelassen haben“, würdigt Landrat Stephan Loge die intensiven Vorbereitungen. Weitere Infos zum Programm, den Künstlern und Veranstaltungen der aquamediale 13 sind auf der offiziellen Webseite unter www.aquamediale.de abrufbar.

RED/ PI LDS