Auf dem Rad durch Schönefeld

Kommunal- und Landespolitiker, Radexperten und Wissenschaftler machten sich gemeinsam auf den Weg, um die Radinfrastruktur rund um den BER praktisch zu erkunden. Foto: B90 / Die Grünen LDS

Bündnisgrüne testeten mit Vertretern vom Landkreis
und aus der Wissenschaft die Verbindung zum BER

Die Bündnisgrünen aus Schönefeld, Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf luden vor kurzem zur Radtour um den BER ein, um sich ein Bild von den Herausforderungen beim Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur zu machen. Die Tour führte von Waßmannsdorf mit einem Abstecher nach Berlin weiter am BER vorbei nach Waltersdorf. Neben Bündnisgrünen VertreterInnen aus dem Landtag und den betroffenen Gemeinden nahmen auch die LDS-Dezernentin für Verkehr, Heike Zettwitz, der Verbundkoordinator aus Eichwalde Christoph Kollert, der Sprecher des ADFC in Dahme-Spreewald Reinhard Kähler sowie Christian Rudolf, Professor für Radverkehr in intermodalen Netzwerken an der TH Wildau teil. 

Der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und die Schaffung von leistungsstarken Radverbindungen sowohl in Nord-Süd als auch Ost-West-Richtung durch Schönefeld sei eine echte Herausforderung, betonte Reinhard Kähler. „Wir müssen dringend für die vielen Pendler zwischen Berlin und dem Umland eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr schaffen“, forderte er. „Das würde nicht nur denen nützen, die sich gern mit dem Rad bewegen wollen, sondern indirekt allen, die hier wohnen: weniger Abgase, weniger Flächenverbrauch, besseres Klima …“ Sabine Freund, Bündnisgrüne Gemeindevertreterin in Schönefeld und Mitglied des Kreistags Dahme-Spreewald, verwies auf die aktuellen Probleme der Kommunen, auf die sie bei der Planung und den Bau von Radwegen stoßen. „Diese werden von alten B-Plänen verursacht. Sie stammen zum großen Teil aus Zeiten, als niemand die Notwendigkeit einer Verkehrswende in Betracht zog. Radverkehr ist da nicht mitgedacht worden”, sagte die Kommunalpolitikerin. Und Thomas v. Gizycki, finanzpolitischer Sprecher der Bündnisgrünen Landtagsfraktion, bekräftigte: „Es wurde offensichtlich, dass jetzt mehr Geld nötig sein wird, um die Radverkehrsinfrastruktur im Land auf den Stand zu bringen, den sich die Koalition vorgenommen hat. Da sind nicht nur die Kommunen gefordert, auch das Land wird mehr tun müssen.“

RED / PI B90/ Die Grünen