Aus dem Takt

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Medizinische Sonntagsvorlesung zu Herzrhythmusstörungen

Der November ist seit vielen Jahren der „Herzmonat“ mit bundesweit mehr als tausend Vorträgen und Aktionstagen der Deutschen Herzstiftung. In der 95. Medizinischen Sonntagsvorlesung des Klinikums Dahme-Spreewald in der TH Wildau am 11. November 2018 wird Dr. Markus Dräger, Assistenzarzt in der Abteilung für Innere Medizin, das Thema „Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmer“ vorstellen und Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten erläutern. 

100000 Mal täglich schlägt ein gesundes Herz, der Takt, also das regelmäßige Zusammenwirken von Vorhöfen und Herzkammern, liegt bei 60 bis 80 Herzschlägen pro Minute. Es pumpt mehrere tausend Liter Blut durch den Körper und kommt gelegentlich aus dem Rhythmus. Die häufigste Störung ist das Vorhofflimmern, bei dem das Herz zu schnell schlägt. Das ist zwar nicht lebensbedrohlich, erhöht aber das Risiko für andere Erkrankungen. Herzrhythmusstörungen infolge eines Herzleidens oder anderer Krankheiten bringen das Herz häufiger aus dem Takt.

Dr. Dräger ist im Schwerpunktbereich Kardiologie der Abteilung für Innere Medizin am Achenbach-Krankenhaus tätig. In seiner Vorlesung informiert er über Ursachen und Zusammenhänge von Herzrhythmusstörungen und über gerinnungshemmende Medikamente, auch „Blutverdünner“ genannt. Solche Medikamente zielen darauf, das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu reduzieren. „Bei einer Herzrhythmusstörung schlägt das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig und macht sich durch Herzklopfen, Herzrasen oder Herzstolpern bemerkbar”,  erläutert der Mediziner. Der Schwerpunkt ärztlichen Eingreifens liegt darin, die Ursache zu identifizieren und die hauptsächliche Erkrankung zu therapieren. Das ist besonders wichtig, wenn das Risiko eines Schlaganfalls oder plötzlichen Herztods besteht. „Zur medizinischen Beurteilung einer Herzrhythmusstörung sind Ruhe- oder Langzeit-EKG notwendig, um den Verlauf genau zu dokumentieren“, so Dr. Dräger. „Danach richtet sich der Behandlungsplan.“ Die häufigsten Ursachen sind erhöhter Blutdruck, kardiologische Vorerkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzklappenfehler, aber auch Fehlfunktionen der Schilddrüse können Vorhofflimmern bzw. Herzrhythmusstörungen auslösen. Kritisch wird es, wenn der Pumprhythmus dauerhaft gestört ist. 

Einen Tag vor der Sonntagsvorlesung in Wildau stehen unter dem Motto „Herz außer Takt“ in der Spreewaldklinik Lübben riesige begehbare Herzmodelle, die Besucher selbst oder in Begleitung von Herz-Spezialisten erkunden können. Die Vorlesung am 11. November 2018 findet im großen Hörsaal der Halle 14 an der TH Wildau, direkt am S-Bhf. Wildau, statt und beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss können die Zuhörer Fragen stellen. Die weiteren Themen und Referenten der Medizinischen Sonntagsvorlesungen sind im Internet zu finden unter www.klinikum-ds.de/Veranstaltungen. R. Münch

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