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Barrierefrei im Berufsleben

Der Umbau des Finanzamtes Königs Wusterhausen
ist so gut wie abgeschlossen

Barrierefrei ins Finanzamt zu kommen, das ist heute längst eine Selbstverständlichkeit. Das gilt auch für das Finanzamt Königs Wusterhausen, das den Zutritt für Rollstuhlfahrende und gehbehinderte Personen über den Haupteingang jetzt wieder regulär gewährleistet. Denn noch im Juli werden die umfangreichen Bauarbeiten am Gebäude abgeschlossen. Gerade in der nun zu Ende gehenden Bauphase haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde oft unter schwierigen Umständen in Lärm- und Staubbelastung arbeiten müssen. „Die täglichen Herausforderungen gerade während der Umbauarbeiten haben die Kolleginnen und Kollegen hier auf besondere Weise gemeistert“, sagte Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski, die jüngst die Behörde besuchte.

Sie betonte, dass der barrierefreie Zugang nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Dahme-Spreewald wichtig sei, für die die Behörde in erster Linie zuständig ist. Sondern auch für das Finanzamt als Arbeitgeber: Drei Prozent der 265 Beschäftigten sind schwerbehindert bzw. gleichgestellt. Auch für sie ist ein barrierefreies Gebäude unabdingbar. Brandenburgs Finanzverwaltung setzt als Arbeitgeber weiter darauf, auch gezielt Menschen mit Behinderungen anzusprechen. Derzeitige und künftige Mitarbeiter finden mit dem Finanzamt Königs Wusterhausen eine effiziente und moderne Behörde im Regionalen Wachstumskern „Schönefelder Kreuz“ vor. Dass sie auch für Kolleginnen und Kollegen mit einem Handicap als Arbeitgeber attraktiv ist, davon konnte sich Daniela Trochowski vor Ort überzeugen.

Dabei verwies sie darauf, dass nicht nur die 13 Finanzämter im Land Brandenburg barrierefrei sind, sondern mit der Fachhochschule für Finanzen und der Landesfinanzschule auch die zwei Ausbildungsstätten des Landes, die sich ebenfalls in Königs Wusterhausen befinden. „So unterschiedlich sich Beeinträchtigungen in Ausbildung und Studium auswirken können, so unterschiedlich sind die erforderlichen angemessenen Vorkehrungen, die wir gemeinsam dafür treffen“, betonte Brandenburgs Finanzstaatssekretärin. „Wir werden alles daransetzen, junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium in der Finanzverwaltung des Landes Brandenburg zu begeistern. Dazu zählen gleichermaßen ein barrierefreies Zimmer auf dem Campus, der Prüfungsnachteilsausgleich und die Unterstützung in den Finanzämtern vor Ort. Je nach Bedarf werden wir hier immer wieder Unterstützung anbieten.“

Auf dem 108000 Quadratmeter großen Campus des Aus- und Fortbildungszentrums Königs Wusterhausen finden die künftigen Finanzbeamtinnen und -beamten während der Ausbildung oder im Studium hervorragende Bedingungen. Lehrsäle, Seminargebäude und Wohnheim sind barrierefrei zugänglich. Darüber hinaus erhalten Studierende und Auszubildende auf Antrag auch einen so genannten Nachteilsausgleich. Damit werde vor allem in Prüfungssituationen darauf geachtet, dass behinderungsbedingte Nachteile möglichst ausgeglichen werden, erläutert der für diesen Bereich verantwortliche Sachbearbeiter Andreas Lange. Aktuell werden im mittleren Dienst zwei Personen, im gehobenen Dienst vier Personen mit einer Behinderung ausgebildet.

Innerhalb der Brandenburger Finanzverwaltung nimmt das Finanzamt Königs Wusterhausen seit 2015 eine besondere Stellung ein, denn es ist für die Groß- und Konzernbetriebsprüfung im Bereich aller Finanzämter des Landes Brandenburg zuständig. „Mit dem Wegfall der ehemaligen Zuständigkeitsgrenzen ist es uns insbesondere im berlinnahen Raum gelungen, das Personal hier zielgenauer entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklungen einzusetzen und die Stelle effizient zu führen“, betonte Staatssekretärin Trochowski bei ihrem Besuch. Eine große Einheit erleichtere die Auswahl der zu prüfenden Unternehmen nach einheitlichen Grundsätzen sowie die gleichmäßige Rechtsanwendung vor allem in wirtschaftlich komplexen und rechtlich schwierigen Sachverhalten. „Die Außenprüfdienste sind künftig in der Finanzverwaltung noch stärker gefragt. Deshalb ist insbesondere die Nachwuchsgewinnung für die Amtsbetriebsprüfungen aus Sicht der Amtsleitungen eine wichtige Aufgabe. Für erfahrene Betriebsprüfende bietet die zentrale Groß- und Konzernbetriebsprüfungsstelle eine attraktive berufliche Entwicklungsperspektive“, sagt Behördenleiterin Marion Springborn.

Schon jetzt ist im Rahmen der Anwärterausbildung ein Praxisteil von mehreren Wochen für die Teilnahme an Betriebsprüfungen vorgesehen. „Hier erhalten die künftigen Diplom-Finanzwirte einen ersten Eindruck von der Tätigkeit in der Betriebsprüfung. Sie sollten sich durch ein besonderes Maß an Eigenverantwortung und EDV-Affinität auszeichnen“, ergänzte die Behördenleiterin und verwies auf die sehr guten Rahmenbedingungen des Außendienstes.

RED / PI Landesregierung

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