Berufsnachwuchs aus eigenem Hause

35 angehende Pflegefachkräfte des Klinikums Dahme-Spreewald 
halten ihre Arbeitsverträge schon in den Händen

Die Bindung des Nachwuchses in der Pflege liegt dem Klinikum Dahme-Spreewald weiterhin am Herzen. Pflegedirektor Kay Hilbiber hat den Absolventinnen und Absolventen, die in diesem Jahr ihr Staatexamen in der Gesundheits- und Krankenpflege ablegen werden, bereits Ende Dezember 2018 ihre Arbeitsverträge überreicht. „Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff, dass unsere Absolventinnen und Absolventen ihre Wunschstationen oder Funktionsbereiche im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen oder in der Spreewaldklinik Lübben erfüllt bekommen“, blickt Kay Hilbiber optimistisch in die Zukunft.

„Wenn alle ihre Prüfungen bestehen, sind mit gleich 35 examinierten Pflegefachkräften manche personellen Engpässe behoben“, ergänzt Michael Kabiersch, Geschäftsführer des Klinikums Dahme-Spreewald. Beiden ist es wichtig, dass die Auszubildenden mit einer garantierten Übernahme weniger Zukunftsängste haben. Ziel sei es weiterhin, dass sich die Nachwuchskräfte beruflich voll entfalten können, was in vertrauter Umgebung leichter fällt. Um Wunschstationen und weitere Ziele nach Ende der Ausbildung zu ermitteln, steht Pflegedirektor Hilbiber bereits seit November 2018 im engen Austausch mit den Absolventinnen und Absolventen. Er hat nicht nur jene im Blick, die 2019 ihr Staatsexamen ablegen, sondern auch den folgenden Jahrgang.

Für die Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2020 werden die Arbeitsverträge bereits formuliert. Sie werden bereits in diesem Monat persönlich von Herrn Hilbiber überreicht. „Insgesamt hat sich die gesamte Leitung des Klinikums zum Ziel gesetzt, die Pflege weiter zu stärken und den Beschäftigten dieser Berufsgruppe mehr Anerkennung zukommen zu lassen“, betont Michael Kabiersch. Dazu gehört, dass trotz des allgemein beklagten Fachkräftemangels die Nachtschicht überwiegend mit zwei Pflegefachkräften besetzt wird, ganz nach dem Motto: „Alleine im Nachtdienst ist passé, jetzt sind immer zwee.“ Dies sieht das Leitungsteam zugleich als Chance zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. „Zusätzlich ist geplant, je eine Station in Lübben und Königs Wusterhausen als pflegeintensive Station zu etablieren. Diese werden mehr Personal erhalten, so dass die Pflegefachkräfte mehr Zeit für den individuellen Bedarf ihrer Patienten haben und eine spürbare Entlastung erfahren“, ergänzt der Geschäftsführer.

Zu Patienten, die intensiver Pflege bedürfen, gehören immer häufiger Demenzkranke. Dies ist Folge des demographischen Wandels, ebenso profitieren hochbetagte Patienten vielfach von neuen operativen Verfahren. Ein Krankenhausaufenthalt stellt sie aber vor besondere Herausforderungen. „Sie verlassen ihre vertraute Umgebung und der Krankenhausaufenthalt kann sich für sie aufgrund fehlender Bezugspersonen oder ungewohnter Tagesabläufe schnell zu einer Krisensituation entwickeln“, erklärt Kay Hilbiber. „Pflegeintensive Stationen sind auf die Besonderheiten vorbereitet, das beginnt bei gut vorbereitetem Personal und reicht bis zu angepassten Tagesabläufen.“

RED / PI Klinikum Dahme-­Spreewald