Bewährte Praxis, neuer Name

Die Gesundheitsakademie am Klinikum Dahme-Spreewald ermöglicht eine praxisnahe Pflegausbildung. Foto: Klinikum Dahme-Spreewald

Breites Spektrum der Aus- und Fortbildung
an der Gesundheitsakademie des Klinikums Dahme-Spreewald

Mehrere zuvor getrennte Berufe in der Pflege haben seit Anfang 2020 eine gemeinsame Grundausbildung. Die Qualifizierung heißt jetzt einheitlich „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“. Spezialisierungen oder anschließendes Studium sind weiterhin möglich. Das Klinikum Dahme-Spreewald stellt die Berufe beim landesweiten Zukunftstag am 26. März vor. Darüber hinaus startet im April auch ein Kurs in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe – eine einjährige Ausbildung mit staatlichem Abschluss als Einstieg in die Pflege, die auch mit Hauptschulabschluss erlernbar ist.

Die größte Berufsgruppe im Klinikum Dahme-Spreewald ist in der Pflege qualifiziert und tätig. Viele von ihnen haben Zusatzausbildungen oder Spezialisierungen. Ob Intensivpflege, Palliativpflege „Breast Nurse“ oder Wundmanagement – innerhalb des Berufes sind ebenso viele Erweiterungen möglich wie darauf aufbauend. Kolleginnen und Kollegen, die ursprünglich den Pflegeberuf erlernt hatten, arbeiten jetzt im Qualitätsmanagement, im Controlling, in der Verwaltung oder sind in der Lehre tätig wie Claudia Heim, die Leiterin der Pflegeausbildung am Klinikum.

Auch die Ausbildungsstätte hat jetzt einen neuen Namen: Gesundheitsakademie Heinz Sielmann. „Akademie passt viel besser zur Fülle der Ausbildung, die jetzt breiter gefächert ist“, erläutert Akademie-Leiterin Claudia Heim. „Außerdem öffnen wir uns noch mehr für Externe, bieten spezielle Schulungen für Hauskrankenpflege, Kinästhetik-Kurse für Gesundheitsberufe und auch regelmäßig Schulungen für medizinische Laien wie die PfiFf-Kurse.“ Bewährt hat sich, Experten wie Ärzte, Spezialisten der Wundversorgung, Hebammen und Diabetes-Beraterinnen in die Lehre zu integrieren.

Von Anfang an sind die Auszubildenden im Achenbach-Krankenhaus oder in der Spreewaldklinik Lübben ein Teil des Teams. Sie werden individuell von Praxisanleiterinnen, Mentoren und dem engagierten Lehrerteam betreut, Theorie und Praxis wechseln sich ab. Das Ausbildunsgehalt orientiert sich am TvÖD und steigt jedes Ausbildungsjahr. „Praxis erleben unsere Auszubildenden in allen Bereichen, damit sie die Vielfalt des Lebens kennenlernen“, sagt Claudia Heim. „Das reicht von der Entbindungsstation bis zur Palliativmedizin. Ebenso gehört die Begegnung mit Handicaps, mit Sterben und Tod zur Ausbildung dazu. Deshalb haben wir ein Rollstuhl-Seminar etabliert und führen spezielle Seminare, Workshops und zertifizierte Fortbildungen wie Kinästhetik-Kurse durch.“ Pflegedirektor Kay Hilbiber führt Gespräche, um weitere Ziele nach Ende der Ausbildung zu ermitteln und bereitet frühzeitig die Arbeitsverträge für die Absolventinnen und Absolventen im Herbst vor. „Wer im September besteht, kann schon jetzt Wunschstationen für die Berufstätigkeit als Fachkraft ab Oktober benennen“, sagt er. 21 schlossen 2019 ihre Ausbildung ab, 19 von ihnen wurden direkt als neue Teammitglieder übernommen. Weitere Infos zur Ausbildung und zur Bewerbung gibt es im Internet unter www.gesundheitsakademie-kds.de.

RED/ PI Klinikum Dahme-Spreewald