Bezahlbarer Wohnraum ist rar

Fast 150 Millionen Euro flossen 2018 in den Wohnungsbau in LDS. Die IG Bau fordert eine stärkeres Engagement für Sozialwohnungen. Foto: IG Bau

Knapp 1100 neue Wohnungen wurden in LDS im vergangenen Jahr gebaut – laut IG Bau ist das zu wenig

Laut der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt wurden im vergangenen Jahr im Landkreis Dahme-Spreewald insgesamt 1057 Wohnungen gebaut – darunter 623 in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Hierbei investierten Bauherren 149 Millionen Euro. Die IG BAU Mark Brandenburg beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

IG BAU-Bezirksvorsitzender Rudi Wiggert sieht beim Neubau jedoch „deutlich Luft nach oben“. Entscheidend sei, was gebaut werde: „Die Wohnungen müssen zum Portemonnaie und zur Lohntüte der Menschen passen. Es kommt darauf an, vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen zu bauen.“ Dazu sei es dringend erforderlich, die steuerliche Abschreibung (AfA) im Mietwohnungsbau dauerhaft von derzeit zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus brauche der soziale Wohnungsbau eine Förderung von mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr durch Bund und Länder – und das kontinuierlich für die nächsten Jahre. In diesem Jahr unterstütze der Bund den Bau von Sozialmietwohnungen mit lediglich 1,5 Milliarden Euro, ab 2020 werden die Mittel sogar auf eine Milliarde abgesenkt. Zudem fallen pro Jahr rund 80000 Sozialwohnungen aus der befristeten Mietpreisbindung heraus – deutlich mehr als in den letzten Jahren neu gebaut wurden. „Der Wohnungsbau ist bei wachsender Bevölkerung unverzichtbar und ein wichtiger Motor der Binnenkonjunktur – auch im Kreis Dahme-Spreewald“, sagt Wiggert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden im vergangenen Jahr bundesweit rund 285000 Wohnungen gebaut. „Damit hinkt die Große Koalition ihrem Ziel, pro Jahr 375000 neue Wohnungen zu schaffen, deutlich hinterher“, so die IG BAU.

RED/ PI IG BAU