Bildungsarbeit im Museum

Sven Ennulat Bürgermeister von Königs Wusterhausen (ARCHIV)

Bürgermeister plädieren für die Schaffung eines museumspädagogischen Angebots im Kreis

In einem gemeinsamen ­Schreiben an den Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald Stephan Loge haben die Bürgermeister der Städte Lübben, Luckau und Königs Wusterhausen um Unterstützung bei der museumspädagogischen Arbeit der Museen des Landkreises gebeten. Wie Lars Kolan, Gerald Lehmann und Swen Ennullat in ihrem Schreiben ausführen, seien die Regionalmuseen nicht nur als Schlechtwetter-Alternativen für Touristen zu betrachten. Sie seien vielmehr wichtige Bildungs- und Kommunikationsorte für die einheimische Bevölkerung sowie auch Kitagruppen und Schulklassen. Die kulturelle und historische Bildung aller Altersgruppen und die Auseinandersetzung mit der regionalen und überörtlichen Geschichte seien, so die Bürgermeister, unerlässlich für die aktive Beteiligung an der Gestaltung eines gesellschaftlich-intakten Miteinanders.
Um auf die Interessen einer jüngeren Zielgruppe eingehen und auch den Lehrplänen der Schulen Rechnung tragen zu können, haben die Museen des Landkreises in den letzten Jahren diesbezüglich bereits vereinzelte Angebote entwickelt. Aufgrund der steigenden Nachfrage der Schulen und Kitas stoßen sie jedoch personell an ihre Grenzen, da sie in erster Linie ehrenamtlich organisiert sind. Die drei Bürgermeister regen daher die Schaffung von museumspädagogischen Vollzeitstellen in den Städten Lübben, Luckau und Königs Wusterhausen an, um die pädagogische Arbeit der Museen im Landkreis zu verbessern. Die Lösung wäre eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Dahme-Spreewald und den drei Städten, in der die Förderung der entsprechenden Personalkosten verankert ist, um so eine langfristige Finanzierung dieser Stellen sicherzustellen. Darüber hinaus könne eine zentrale Stelle in der Kreisverwaltung die Koordinierung und Vernetzung der museumspädagogischen Angebote unterstützen.
Die Bürgermeister sind sich einig: Von einer solchen Vereinbarung würden letztendlich alle profitieren: Die Kindertagesstätten, die Schulen und die Jugendeinrichtungen des Landkreises. Spezielle Angebote für Geflüchtete, die Geschichte und Kultur der Region vermitteln, könnten zudem einen Beitrag zur Integration leisten. Und der Landkreis Dahme-Spreewald würde zu einem Vorreiter im Land Brandenburg.

red /PI Stadtverwaltung KW

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