Bildungsqualität in der Stadt erhalten und ausbauen

Der KaWe-Kurier befragte Ludwig Scheetz und Georg Hanke von der SPD KW

KaWe-Kurier: Herr Scheetz, auf ihren Wahlplakaten steht „Aus Fehlern lernen: Es geht um mehr Kita-Plätze“ – wie sieht Ihr Plan dafür aus?

Ludwig Scheetz: Wir haben uns zu lange auf falsche Prognosen der Bevölkerungsentwicklung verlassen, daraus resultierte eine fehlerhafte Planung des Kita-Netzes. Seit 2016 macht die Stadt eine eigene Prognose, seitdem wird deutlich, was zu tun ist. Wir brauchen rund 600 Kita-Plätze, die Schaffung dieser Plätze bis 2024 ist unser Ziel.

Neue Plätze schaffen ist das Eine, aber viele Kitas haben einen Investitionsstau. Wie wollen Sie das angehen?

Ludwig Scheetz: Das stimmt leider. In vielen Kitas muss eine Menge gemacht werden. Wir wollen ein Sanierungsprogramm mit dem Namen „PutzFrisch 2030“ auflegen und bis 2024 dafür insgesamt 5 Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung stellen.

Herr Hanke, Sie sind bekannt als Bildungsexperte in der Stadtpolitik. Die Bildungslandschaft ist sehr vielfältig aufgestellt, trotzdem ist der Platz in vielen Grundschulen zu knapp …

Georg Hanke: Wir wollen die Bildungsqualität in der Stadt erhalten und ausbauen. Das heißt für uns, die Dichte des Schulnetzes soll erhalten bleiben. Wir brauchen den Neubau der Grundschule in Zeesen, die Erweiterung in Zernsdorf und vor allem brauchen wir eine Schule in Senzig. Und zwar an einem Standort, der einen bedarfsgerechten und nachhaltigen Schulbetrieb sicherstellt. Darüber hinaus soll mit der neuen Gesamtschule des Angebot in der Stadt erweitert werden.

Sozialarbeit an den Schulen ist inzwischen ein fester Bestandteil in der Bildungslandschaft, aber noch längst nicht überall. Was kann da getan werden?

Georg Hanke: Sozialarbeiter an Schulen haben sich bewährt und sind eine wichtige Ergänzung im Schulalltag. Unser langfristiges Ziel als SPD ist die Schaffung von Sozialarbeiterstellen an jeder Schule, auch an den Grundschulen. Hier werden wir in den nächsten Jahren dafür sorge tragen, dass die Personalstellen ausgeweitet werden. – Es fragte Vesa Elbe; Fotos Marc Bernot