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Dienstag, Februar 27, 2024
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Blick ins Innere der Wolken

Das Wettermuseum Lindenberg bereitet sich 
während der Corona-Zwangspause intensiv auf die Zeit danach vor

Das Wettermuseum Lindenberg im Nachbarkreis Oder-Spree ist zwar wie alle Museen geschlossen. Aber es nutzt die Zwangspause, um in der Zeit nach Corona für Besucher noch attraktiver zu sein. Dafür werden Digitalisierungsprojekte vorangetrieben sowie neue Audioguides und Infosysteme geschaffen. Außerdem wird der Außenbereich zu einem Museumspark entwickelt.

Der Verein Wettermuseum e.V. wurde 2006 gegründet. Das Besucherzentrum des Museums beherbergt eine etwa 160 Qua­dratmeter große, interaktive Dauerausstellung. Besucher können auch selbst aktiv werden: Wind und Regen machen, Hörspiele anhören oder Wolken bestimmen. Die Instrumente zum Messen von Strahlung, Temperatur, Luftdruck, Windstärke und -richtung, Bewölkung und Niederschlag werden nahegebracht. Von der Messung zur Vorhersage, vom Wetter zum Klima erfolgen die Erklärungen.

Seit Sommer nutzt der Verein Wettermuseum e.V. ein NEUSTART-Programm des Bundes, um den Außenbereich attraktiver zu machen. Verschiedene größere meteorologische Messgeräte wurden dort platziert, um Besucherinnen und Besuchern mehr Raum und neue attraktive Angebote zu geben. Dazu gehört auch ein Audioguide-Zugang, der im Dezember an den Start geht. In der Ballonhalle wurde ein Info-Terminal aufgestellt. „Für Besucher sind wir derzeit zwangsweise geschlossen, aber im Hintergrund sind wir sehr aktiv. Irgendwann wird es weitergehen, darauf bereiten wir uns vor“ verspricht der Vereinsvorsitzende und Meteorologe Dr. Bernd Stiller und nennt als Erfolg des Jahres auch ein vom Land Brandenburg unterstütztes Digitalisierungsprojekt. Es wurden historische Wolkenfotos des Meteorologischen Observatoriums Potsdam digitalisiert und auf www.wettermuseum.de digital bereitgestellt. Die Fotos wurden vor über 120 Jahren anlässlich des Internationalen Wolkenjahres 1896/97 gemacht. Außerdem wird die Lernwerkstatt für Nachwuchs- und Hobbymetereologen weiter aufgerüstet. „Jetzt warten wir sehnsüchtig auf die Schulklassen, die das alles nutzen können“, sagt Werkstatt-Betreuer Jannis von Buttlar. Außerdem ist das Wettermuseum seit Neuestem Partner der Ehrenamtskarte der Länder Brandenburg und Berlin und gewährt damit künfig Ehrenamtskarten-InhaberInnen zwei Euro Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Erwachsene mit Karte zahlen somit vier Euro für einen Besuch. Weitere informationen zum Museum gibt es auf 
www.wettermuseum.de.

RED/ PI Wettermuseum

Lindenberg

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