Briten sind interesseiert an der Region 

Unternehmer zu Besuch im Luft- und Raumfahrtzentrum Wildau 

Noch sind die Briten nicht aus der EU ausgestiegen, doch der bevorstehende Brexit sorgt für unternehmerisches Handeln mit Blick auf einen sicheren Zugang zum europäischen und deutschen Binnenmarkt. Das zeigt der jüngste Besuch einer britischen Unternehmerdelegation in der Hauptstadtregion. 19 Unternehmen aus der Region Nordost-England waren vom 7. bis 9. Februar hier zu Gast. Unterstützt wurde der Besuch durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus.

Auf dem Programm standen Präsentationen im Technologiezentrum für Luft- und Raumfahrt in Wildau und ein Besuch der airkom Druckluft GmbH in Wildau, bevor es weiter nach Potsdam und Berlin ging. Die Wirtschaftsvertreter kamen aus den Bereichen IT-und Softwareentwicklung, Dienstleistungen für die Luftfahrtindustrie, technische Produktentwicklung für Industrie und Dienstleistungen, Industriedesign, Biotechnologie, Maschinenbau, technische Textilien und eCommerce.

„Das Interesse britischer Unternehmen am Standort Deutschland kommt nicht von ungefähr. Mit dem bevorstehenden Brexit suchen deutsche und allen voran britische Unternehmen nach Lösungen und Alternativen, wie man weiterhin wirtschaftlich verflochten bleiben kann“, sagt Dr. Wolfgang Krüger, Haupt­geschäftsführer der IHK Cottbus.

Laut einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft von Ernst & Young aus dem Jahr 2017 plant jedes siebte in Großbritannien aktive Unternehmen, Geschäftsbereiche zu verlagern und schaut dabei besonders auf den Standort Deutschland. 54 Prozent der befragten Unternehmen nannten Deutschland als bevorzugtes Ziel außerhalb Großbritanniens.

„Wie sich die Handelsbeziehungen zwischen Brandenburg und Großbritannien entwickeln werden, ist momentan noch nicht genau abzusehen“, so Wolfgang Krüger weiter. Die aktuellen Außenhandelsumsätze der Brandenburger Exportwirtschaft mit Großbritannien zeigen noch kein besorgniserregendes Bild. Bei den Einfuhren aus Großbritannien nach Brandenburg konnte von Januar bis Oktober 2017 sogar ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Doch was die Ausfuhrumsätze von Brandenburg nach Großbritannien anbelangt, musste die Brandenburger Exportwirtschaft bereits einen Rückgang von fast sechs Prozent im Vergleichszeitraum in Kauf nehmen. Das schwache Pfund macht die Importe aus dem Euroraum nach Großbritannien teurer.“ Die größten Einbußen gab es im Bereich der elektronischen und optischen Erzeugnisse. PM IHK Cottbus

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