Corona Krise trifft den Arbeitsmarkt schwer

Dennoch behält die Arbeitsagentur auch die Ausbildungsvermittlung weiter im Blick

Die Wirtschaft in Südbrandenburg ist in nahezu allen Bereichen durch die Corona Krise schwer getroffen. Im April 2020 gibt es in Südbrandenburg 1.986 arbeitslose Menschen mehr als im Monat März. Insgesamt sind über 20500 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 9,9 Prozent. 5482 Anzeigen auf Kurzarbeit sind im März und April bei der Arbeitsagentur Cottbus eingegangen. Die Anzeigen wurden für 50713 Beschäftigte abgegeben. „Das Team Kurzarbeit haben wir mit Mitarbeitern aus anderen Bereichen deutlich verstärkt. Wir setzen alles daran, die Auszahlungen von Kurzarbeitergeld schnellstmöglich umzusetzen, das hat im Moment oberste Priorität“ sagt Heinz-Wilhelm Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur. „Nichts desto trotz haben sich bisher 2709 jugendliche Bewerber um eine Ausbildungsstelle in der Berufsberatung gemeldet. Demgegenüber sind der Agentur aktuell 3155 betriebliche Berufsausbildungsstellen durch Arbeitgeber gemeldet.

„Dieses Potential darf nicht ­ungenutzt bleiben“, sagt Heinz-Wilhelm Müller. „Ich appelliere daher an die Betriebe, an der Ausbildungsbereitschaft festzuhalten und diesen jungen Menschen eine Perspektive zu geben. Viele Jugendliche sind durch die aktuelle Situation stark verunsichert. Der Schulabschluss wird unter erschwerten Bedingungen absolviert. Gerade jetzt darf niemand den Kopf in den Sand stecken. Unsere Berufsberatung unterstützt jeden Ausbildungsinteressenten online oder telefonisch bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz.“

Die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 5,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozentpunkte gestiegen. Es sind 1.155 Jugendliche im Alter von 15 bis unter 25 Jahren arbeitslos. Das sind 257 mehr als vor einem Monat.

Die Arbeitslosen-Quote im Agenturbezirk Cottbus lag im April 2020 bei 6,5 Prozent. Die niedrigste Quote verzeichnete Luckau mit 3,6 Prozent, die höchste Forst mit 9,1 Prozent. In Königs Wusterhausen betrug sie 4,5 Prozent.

RED/PI Arbeitsagentur