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Dazu sind wir als Gärtner doch da …

Gärtnermeister Genz gibt Empfehlungen
zum Auspflanzen von Kräutern und Gemüse

Gerade in Zeiten von Corona haben viele Dahmeländer ihren Garten als dankbares Betätigungsfeld neu entdeckt. Während früher vor allem Blumen, Stauden und Ziergehölze im Mittelpunkt der gärtnerischen Aktivitäten standen, sind es nun mehr und mehr auch Obst und Gemüse. Denn beim Anbau von Obst und Gemüse kommt neben der Freude am Wachsen und Gedeihen der Pflanzen noch der Stolz auf die eigene Ernte dazu!

Wir sprachen mit Gärtnermeister Manfred Genz darüber, welche Gewächse man jetzt schon auspflanzen kann und was man dabei beachten sollte.

KaWe-Kurier: Was kann man jetzt schon auspflanzen?

Manfred Genz: Wir verzeichnen derzeit eine große Nachfrage nach Kräutern und Gemüse-Jungpflanzen. Salate, roten und weißen Kohlrabi, Sellerie aber auch einheimische und mediterrane Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Bohnenkraut, grünen und roten Basilikum, Rosmarin und so weiter kann man jetzt schon – da wir kaum noch mit strengeren Nachtfrösten rechnen müssen – bedenkenlos auspflanzen.

Wie sieht es denn mit Tomaten, Gurken und Paprika aus?

Bei diesen Gemüsepflanzen sollte man noch vorsichtig sein oder sie erst einmal in Gewächshaus stellen. Bei Tomaten und Paprika sollten die Nachttemperaturen möglichst nicht mehr in den unteren einstelligen Bereich fallen.

Welche Standorte empfehlen Sie für Kräuter und Gemüsepflanzen?

Einheimische und noch mehr die mediterranen Kräuter mögen sonnige Standorte. Das gleiche gilt für Tomaten, Gurken und Paprika – wobei man bei diesen Pflanzen darauf achten sollte, dass sie windgeschützt stehen sollten.

Wie sieht es mit dem Düngen aus?

Für Kräuter und Gemüsepflanzen empfehle ich anfangs organischen Dünger, also zum Beispiel Stallmist. Aber dabei bitte auf die Menge achten – also nicht zu viel düngen! Wer keine Möglichkeit hat, mit Stallmist zu düngen, für den gibt es im Handel beispielsweise Rinderdung-Pellets. In der Wachstumsphase sollte man aber auch nicht auf mineralischen Dünger verzichten!

Welche Sorten empfehlen Sie ganz persönlich?

Wir haben hier eine große Auswahl an vorgezogenen Kräutern und Gemüsepflanzen. Da findet sicher jeder etwas, was ihm schmeckt. Dazu hätte ich auch noch einen Tipp: Wenn Sie jetzt Salate, Kohlrabi und Sellerie auspflanzen, dann nehmen Sie doch gleich auch eine neue Aussaat vor. Dann sind nach der ersten Ernte schon wieder die neuen Gemüsepflanzen da!

Bei Tomaten haben wir verschiedenste Sorten im Angebot: Kirschtomaten in rot, gelb oder orange, aber auch den einheimischen Klassiker „Harzfeuer“. Mehr und mehr werden auch historische Sorten wie „Ochsenherz“ oder „Schwarzer Russe“ nachgefragt. Bei den Gurken erfreuen sich vor allem die kleinen Snack-Gurken großer Beliebtheit.

Allen Sorten, die wir hier anbieten, ist aber eines gemein: Sie sind alle äußerst schmachhaft und ertragreich. Es kommen ja immer neue Sorten auf den Markt. Wir haben aber über die Jahre die verschiedenen Sorten selbst getestet. So haben wir Erfahrungen gesammelt, welche Sorten gut sind und welche nicht. Die Kunden können sich also auf unsere Empfehlungen verlassen. Schließlich sind wir als Gärtner ja dazu da, den Kunden fachmännisch zu beraten und ihm Qualität zu verkaufen.

Am Ende unseres Gesprächs führt mich Gärtnermeister Manfred Genz noch in seine Blumenhalle mit einer reichen Auswahl an Beet- und Balkonpflanzen aller Art. Ein wahres Meer aus tausend Farben! Und Gärtner Genz sagt nicht ohne Stolz: „Diese Pflanzen sind zu 90 Prozent in Königs Wusterhausen gepflanzt und gezogen! Für die hiergewachsenen Pflanzen haben wir natürlich auch die passenden hochwertigen Substrate und Erden im Angebot“.

Es fragte Vesa Elbe; Fotos: Vesa Elbe

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