Den Kastanien geht es schlecht

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Imkerverein Königs Wusterhausen beseitigt krankes Laub
und bittet um Mithilfe

Besorgt schauen die Imker des Imkervereins Königs Wusterhausen und Umgebung e.V. auf die von der Rosskastanien-Miniermotte befallenen Kastanien und entsorgen das befallene Laub. Die Imker bitten alle Bürger, es ihnen gleich zu tun und das Laub der Rosskastanie entsprechend zu beseitigen. Den Bienen geht es ohnehin schon nicht so gut, wenn eine bedeutende Nektar- und Pollenpflanze auch noch ausfällt, wird sich dieser Zustand weiter verschlechtern.

Die Gemeine Rosskastanie mit dem lateinischen Namen Aes­culus hippocastanum ist ein Laubbaum, der besonders in Parkanlagen und als Alleebaum zu bewundern ist. Die Blütezeit reicht von April/Mai bis Juni. Die Blüten sind eine gute Bienenweide, da die zahlreichen Blüten reichlich Nektar und Pollen produzieren, was vor allem im Frühjahr für die Entwicklung der Bienenvölker wichtig ist. Seit einem Vierteljahrhundert aber breitet sich die Krankheit der Bäume vom Balkangebiet kommend  aus. Bereits im Sommer werden bei den Gemeinen Rosskastanien  die ersten Blätter braun. Schuld daran sind die Larven der Rosskastanien-Miniermotte mit dem wohlklingenden lateinischen Namen Cameraria ohridella. Die Larven wachsen in den Blättern heran und zerstören diese dabei mit ihren Fraßgängen. In diesem Jahr konnte sich die Motte ebenfalls prächtig entwickeln.  Sie hatte optimale Bedingungen und konnte 3 bis 4 Generationen bilden. Bereits im Frühsommer zeigten die Blätter der Rosskastanie gelbliche bis braune, längliche Flecken und starben bis zum Spätsommer komplett ab. Durch den starkem Befall können die Bäume bis zum Herbst nicht genügend Zuckerstoffe produzieren und fangen an zu kümmern.

Mit den sinkenden Temperaturen konnte man den Rosskastanien dabei zusehen, wie sie ihr Laub verlieren. Noch kann man helfen. Am besten schützt man seine Kastanien durch sorgfältige Vernichtung möglicher Unterschlüpfe für die Motten. Dazu müsse das gesamte Laub der Bäume den ganzen Herbst über regelmäßig entfernt werden. Darin sind immer noch die Puppen der letzten Mottengeneration, die unbedingt beseitigt werden müssen. Außerdem trägt das Entfernen der Blätter wesentlich dazu bei, den Erstbefall im kommenden Frühjahr zu verringern. Allerdings darf das befallene Laub nicht auf dem eigenen Kompost verrotten. Dort können die Puppen überleben. Stattdessen muss das Kastanienlaub zu einer Kompostieranlage gebracht oder über den Restmüll entsorgt werden. Erst durch die Verbrennung sterben die Tiere ab.

RED / B.Dalitz

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