Der Marktplatz als I-Tüpfelchen

Luckau gilt mit seiner gute erhaltenen Altstadt als eine Perle im Landkreis Dahme-Spreewald. Nun wird auch das Herz der Stadt - der Marktplatz - aufwendig umgestaltet. Foto: Stadt Luckau

Altstadtsanierung von Luckau geht weiter – jetzt ist der Markt dran

Der Marktplatz von ­Luckau wird aufwendig umgestaltet. Dafür wurde in der vergangenen Woche feierlich der erste Spatenstich vollzogen. Das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung stellt rund 1,4 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ für die Neugestaltung bereit.

„Die Stadt Luckau hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt“, sagte Baustaatssekretär Rainer Genilke vor Ort. „Auch dank der Fördermittel für den städtebaulichen Denkmalschutz ist der historische Stadtkern weitgehend saniert.“ Die Stadt Luckau wird seit 1991 bei der Sanierung ihrer historischen Bausubstanz mit Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ unterstützt. Seitdem wurden rund 31,6 Millionen Euro bewilligt. Zum Beispiel entstanden in den Gebäuden der ehemaligen Justizvollzugsanstalt die Kulturkirche mit Niederlausitz-Museum, Bibliothek und Klostersaal, das Museum für Humor & Satire, das Kreisarchiv, ein Kindergarten, ein Indoorspielplatz und 23 barrierefreie Wohnungen. Dafür gab es eine lobende Erwähnung beim Deutschen Baukulturpreis 2012 sowie den Otto-Borst-Preis des Forums Stadt e.V. im Jahr 2014. „Es zeigt, dass Baukultur auch in kleinen Städten ihren Platz hat. Wir wollen diese positive Entwicklung auch weiter unterstützen, denn gerade kleinere Städte wie Luckau haben eine wichtige Funktion als Anker im Raum“, so Rainer Genilke.

Mit der Umgestaltung des Marktplatzes soll dieser weiter an Aufenthaltsqualität gewinnen sowie zugleich mehr Platz für Händler, Gewerbetreibende und Gastronomie bieten. Ein Wasserspiel soll vor allem auch den jüngsten Besucherinnen und Besuchern Freude bereiten. Neu gepflanzte Bäume werden Schatten spenden und die Luftqualität verbessern. Besonderer Wert wird auf die Verbesserung der Barrierefreiheit gelegt. Die Planung begann bereits im Jahr 2017 unter großer öffentlicher Beteiligung, auch um die Akzeptanz in der Bauphase zu erhöhen. Die Umgestaltung wird rund zwei Millionen Euro kosten.

RED