Diabetes tut nicht weh …

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Die Selbsthilfegruppe KW berät mit kompetenten Gästen über die Volkskrankheit

Der Informationsbedarf zur Volkskrankheit Diabetes ist groß. Für Diabetes-Kranke ist das Wissen um die Krankheit, um Ernährung und Therapie entscheidend für einen guten Verlauf. Einen Beitrag dazu leisten Selbsthilfegruppen wie die von Königs Wusterhausen, wo Aufklärung und Informationen zu Diabetes angeboten werden.

Beim jüngsten Treffen wurde zum Beispiel Dr. Jürgen Raabe, Chefarzt der Asklepiosklinik Birkenwerder, begrüßt. Er informierte über Früherkennung und erfolgreiche Behandlung von chronischen Wunden an den Füßen, welche Folge von Durchblutungsstörungen und Neuropathie sind. Nach der Theorie kam auch die Praxis nicht zu kurz:  Bei der Aktion „Socken runter“ untersuchte der Spezialist die Füße
der Anwesenden. Dem Sichtbefund folgte die Pulskontrolle und ein Sensibilitätstest. Bei 50 Prozent der untersuchten Personen wurde ein deutlich erhöhtes Risiko für ein Fußgeschwür festgestellt. Ursache ist hier oft falsches Schuhwerk: zu eng, zu kurz und feste Nähte. In einem Fall wurde eine offene Wunde an der Fußsohle festgestellt. Die Teilnehmerin hatte diese in Folge beginnender Neuropathie nicht bemerkt. Im persönlichen Gespräch wurden die Mitglieder zu notwendigen Maßnahmen beraten: tägliche  Fußkontrolle, regelmäßige Fußpflege und Augen auf beim Kauf der Schuhe! Gäste bei diesem Treffen waren auch Mitarbeiterinnen der Podologie Daniela Neher, da dieses Thema für sie von großem Interesse war. Erfahrungen wurden ausgetauscht und Tipps für die tägliche Arbeit aufgenommen. Die Königs Wusterhausener Selbsthilfegruppe Diabetes trifft sich das nächste Mal am Dienstag, 18. September, 14 Uhr im Hotel Brandenburg, Eichenallee, in Königs Wusterhausen. Zu Gast sind dann Frau Dr. Ajer und Schwester Sylke von der Diabetesschwerpunktpraxis Wildau. 

RED / Erika Göldner

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