Dicke Fische am Haken

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Der Schwerlast-Umschlag im Hafen von KW wächst

Seit einiger Zeit bewegen sich Schwerlasttransporte über die A10 in Richtung Königs Wusterhausen. Sie bringen riesige Polräder, die für getriebelose Windkraftanlagen gebaut werden,  zum Hafen von Königs Wusterhausen. Dort werden sie zwischengelagert, verladen und dann per Schiff nach Cuxhafen transportiert.

Für immer mehr Unternehmen ist der Wasserweg mittlerweile eine gute Alternative zur Straße. So auch für die Firma Reuther STC GmbH, ein Fürstenwalder Stahlbau-Unternehmen mit einer langen Tradition. Sie hat nach Jahren diesen Schritt erneut gewählt und ist beim Transport der von ihr produzierten Polräder von der Straße auf das Schiff gewechselt. „Durch die neuen schwerlastgeeigneten Umschlaggeräte im Hafen Königs Wusterhausen konnte die Firma Reuther das logistisch vorteilhafte Binnenschiff nutzen“, sagt Michael Fiedler,  Geschäftsführer des Hafens in Königs Wusterhausen. Er verweist darauf, dass sich allein im letzten Halbjahr der Umschlag von großvolumigen und schweren Gütern verfünffacht hat.

Die Fürstenwalder Firma Reuther stellt seit mehr als 140 Jahren maßgefertigte Stahl-Produkte mit hohen Qualitätsstandards her. Heute ist der Betrieb vor allem auf die Produkte für die Branche Erneuerbare Energien spezialisiert: Stahlrohr-Windtürme, Schweißkonstruktionen für Polräder und Stahl-Fundamente für Onshore-Windkraftanlagen sowie weitere Komponenten für Offshore-Windräder werden produziert. Ihr Transport über den Königs Wusterhausener Hafen wird fortgesetzt werden.

Der Königs Wusterhausener Hafen rückt in diesen Tagen aber auch noch anderweitig in den Fokus neuer Entwicklungen. Brandenburgs Staatssekretär Thomas Kralinski, Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund, Boris Kluge, Geschäftsführer des Bundesverbandes öffentlicher Binnenhäfen e.V., und Thomas Hainz, Referent der Staatskanzlei, besuchten jüngst den Umschlagplatz, um sich darüber zu informieren, wie der größte Binnenhafen Brandenburgs in Sachen „Digitalisierung“ aufgestellt ist. Ab dem Jahr 2019 beabsichtigt der Bund, mit innovativen Projekten den Grundstein für eine Vernetzung des Verkehrsträgers Wasser zu legen. Ziel ist es, mittels Digitalisierung im Binnenschifffahrtsverkehr für mehr Effizienz zu sorgen.

Die Ideen reichen dabei von der einfachen Übermittlung von Daten bis hin zu autonom fahrenden Binnenschiffen. Thomas Kralinski stellte fest, dass Königs Wusterhausen beste Voraussetzungen mitbringt, um sich am Vorhaben „Digitale Versuchsstrecken – Spree-Oder-Wasserstraße“ zu beteiligen. Bürgermeister Swen Ennullat und Hafen-Geschäftsführer Michael Fiedler hoffen nun, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur dies genauso sieht. Es könnte ein weiterer Baustein sein, um die Umstrukturierung des Hafens voranzutreiben.

red

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