Die Geschichte ganz nah, der Himmel nicht fern

Ein Rundum-Panorama eröffnet sich auf dem Skypoint Großziethen, einem knapp 90 Meter hohen Aussichtsberg auf einer ehemaligen Mülldeponie. Fotos: Tourismusverband Dahme-Seenland

Ob Gipfel oder Tal, ob kunstvoller Garten oder historische Stadt
– auch im Winter lockt das Dahmeland mit reizvollen Wanderwegen

Der Winter ist die perfekte Jahreszeit für gemütliche Spaziergänge an der frischen Luft. Ob grauer Tag oder Bilderbuchhimmel – das Dahme-Seenland bietet viele schöne Ziele, die sich für einen Spaziergang bei jedem Wetter eignen. Beim Tourismusverband Dahme-Seenland und dessen Touristinformation am Bahnhof in Königs Wusterhausen gibt es ausführliche Tipps, Broschüren und Flyer zum Wanderwegenetz der Region. Hier eine Auswahl von schönen Wegen und Zielen für den nächsten winterlichen Ausflug vor der eigenen Haustür.

Dem blauen Himmel ganz nah ist man, so er sich denn auch zeigt, am SkyPoint Großziethen. Vom fast 90 Meter hohen Berg bietet sich eine atemberaubende Rundumsicht. Nördlich recken sich die Hochhäuser der Gropiusstadt in den Himmel, beim Blick nach Süden erstreckt sich das grüne Dahme-Seenland bis zum Horizont. Nirgends sonst lässt sich der Kontrast zwischen Urbanität und ländlichem Raum so optisch fassen und erleben. In den 70iger Jahren befand sich hier eine Mülldeponie für Westberlin und der Berg wuchs unablässig in die Höhe. Die Sanierung des Berges wurde erst vor wenigen Jahren abgeschlossen. So kommt es, dass noch kein Baum und kein Strauch die Fernsicht einschränkt. Er darf nun betreten werden und wurde zu einem beliebten Ausflugsziel für Spaziergänger und Radfahrer.

Ein Erlebnis ganz anderer Art bietet der Höllengrundwanderweg von Zeuthen nach Wildau. Der 10 Kilometer lange, mit gelbem Kreuz auf weißem Grund markierte Weg vom Bahnhof Zeuthen zum Bahnhof Wildau führt durch eine markant eingeschnittene Talrinne, durch die sich der Ebbegraben schlängelt. Als Naturschutzgebiet ist das Tal Rückzugsbereich für selten gewordene Pflanzen und Tiere. Das Terrain wandelt sich allmählich in eine Parklandschaft, wenn der Kurpark Wildau erreicht wird. Durch Wildau flanierend nähert man sich der Schwartzkopff-Siedlung. Die Werkssiedlung am Ufer der Dahme entstand als mustergültige Wohnsiedlung für die Arbeiter der BMAG, des drittgrößten Lokomotivherstellers des Kaiserreiches. Heute ist sie als Komplex mit den ehemaligen Industriehallen ein Musterbeispiel für denkmalgerechte Sanierung historischer Industriearchitektur. Unterwegs bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die winterliche Dahme und die Natur an ihrem Ufer.

Exotisch geht es beim Gang durch den Chinesischen Garten von Zeuthen zu. Die sieben Elemente Erde, Himmel, Steine, Wasser, Gebäude, Wege und Pflanzen zur Erreichung der höchsten Harmonie sind hier durch zeitgenössische Elemente ergänzt. Stille und Ruhe strahlt dieser Ort aus. Besonders im Winter besticht der Garten durch seine blätterlose Struktur. So treten Steine und bauliche Strukturen in den Focus des Besuchers, die im Sommer durch das Blattwerk der Bäume und Sträucher überdeckt sind. Der Chinesische Garten ist ein malerischer Ort zum Verweilen und Atem schöpfen mit herrlichem Ausblick auf die winterliche Dahme. Der Garten ist täglich von 8 bis 18 Uhr kostenfrei zugänglich.

Auf Zeitreise gehen lässt es sich in Mittenwalde, denn der Grundriss und die Baustruktur der Innenstadt haben sich über die Jahrhunderte kaum verändert. Und so öffnet sich beim Spaziergang durch das kleine Ackerbürgerstädtchen ein Fenster in die Vergangenheit. Der Pulverturm und das Berliner Tor künden von unruhigen Zeiten. Selbst an grauen Wintertagen erheitert Mittenwalde mit seinen bunten Häuserfassaden und der roter Backsteinkirche das Gemüt. Vom Turm der St. Moritzkirche, dem höchsten begehbaren Kirchturm Brandenburgs, bietet sich ein weiter Blick über die Stadt und das Umland. Hier stand vielleicht schon Paul Gerhardt und schaute über sein Pfarramt. Mehr zur Stadtgeschichte lässt sich im Museum am Salzmarkt erfahren. Ausstellungsbereiche auf drei Etagen bieten Rückblicke zu verschiedenen Themenbereichen. Das Museum ist Mittwoch, Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Noch mehr Spaziergänge und Sehenswertes in der Region gibt es auf der Webseite www.dahme-seenland.de des Tourismusverbandes Dahme-Seenland e.V..

RED / PI Tourismusverband Dahme-Seenland