Die oft unerkannte Krankheit

Gesprächsabend zu Endometriose im Achenbach-Krankenhaus

Endo…wie? Eine eher unbekannte, zugleich gar nicht so seltene Krankheit wird Thema einer Gesprächsrunde mit Betroffenen und Experten am 28. August 2019 im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen sein. Zum Motto „Schmerzhafte Tage? Nicht die Regel!“ laden an diesem Abend um 17 Uhr Dr. Rüdiger Müller, Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Dahme-Spreewald und die Europäische Endometriose Liga (EEL e.V.) ein.

„Neben starken Schmerzen und Befall von Nachbarorganen wie Blase, Bauchfell oder Darm können Eierstock und Eileiter in ihrer natürlichen Funktion so stark beeinträchtigt werden, dass eine Schwangerschaft schwierig wird“, erklärt Spezialist Dr. Müller. Er empfiehlt, dass „starke Unterleibsschmerzen gynäkologisch untersucht“ werden sollten, denn „in mehr als der Hälfte der Fälle liegt laut Expertenschätzungen eine Endometriose vor.“ Endometriose ist oft auch die Erklärung für ungewollte Kinderlosigkeit. Etwa 40.000 Neuerkrankungen jährlich sind es nach Auffassung von Experten, sechs bis sieben Jahre dauert es oft vom Beginn der Beschwerden bis zur Diagnose beim Frauenarzt.

Im seit 2009 zertifizierten Endometriosezentrum des Achenbach-Krankenhauses konnte Dr. Müller mit seinem Team schon für viele Frauen einen langen Weg des Leidens und der Ungewissheit beenden. Er nutzt modernste mikroinvasive Verfahren, um seine Patientinnen von Schmerzen zu befreien. Meist klappt es dann auch mit dem Babywunsch. Erfahrung, Erfolg und Anerkennung haben dazu beigetragen, dass er 2018 und 2019 in das Focus-Ranking der Top-Ärzte Deutschlands für gynäkologische Operationen aufgenommen wurde. Im Mittelpunkt des Abends, für den Swen Ennullat, Bürgermeister von Königs Wusterhausen, die Schirmherrschaft übernommen hat, steht eine moderierte Gesprächsrunde mit Betroffenen, Experten und Interessierten. Es geht um die Krankheit im Allgemeinen, um Schmerz, Medikamente, hilfreiche Aktivitäten und Kinderwunsch. Mit dabei sind außer auch Dr. Gülden Halis, Leitende Ärztin vom Kinderwunschteam Berlin, Dr. Kay-Thomas Moeller, Leitender Arzt im Kinderwunschzentrum Potsdam und Dr. Claus Peter Cornelius, Chefarzt Gynäkologie im Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg. Auch die Endometriose-Selbsthilfegruppe im Landkreis und frühere Patientinnen berichten über ihre Erfahrungen.

RED/ PI Klinikum ­Dahme-
Spreewald