Ehre, wem Ehre gebührt

Der Jubilar Klaus-Dieter Quasdorf mit Annette Lehmann beim Kuchenanschnitt. Foto: M. Tadra

Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf ist 25 Jahre im Amt

Es war ein Abend, an dem viel gelacht wurde, ein Abend zum Nachdenken und es flossen auch ein paar Tränen der Rührung. Ein Abend an diesem 29. März in Bestensee, an dem ein Mann im Mittelpunkt stand: Klaus-Dieter Quasdorf.

Seit 25 Jahren ist er nun Bürgermeister der Gemeinde Bestensee. Unter den Gästen des Abends waren viele Bürger der Gemeinde, die Bürgermeister aus Schulzendorf, Eichwalde und Zeuthen, Gemeindevertreter aus der Region und der Partnerkommunen.

Doch bevor es so richtig los ging mit der Ehrung des Gemeindeoberhauptes, gab es ein Geburtstagsständchen für einen Mann, der in den letzten Jahren nicht weniger wichtig war und ist: Ortschronist Wolfgang Purann. Er feierte an diesem Tag zwar seinen 70. Geburtstag, aber er war, wie es Chronistenpflicht ist, bei diesem denkwürdigen Ereignis mit dabei.

Die Vorsitzende der Gemeindevertretung Annette Lehmann würdigte zu Beginn Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf als „einen Mann mit Ecken und Kanten“, der aber in den letzten Jahren für und mit der Gemeinde unwahrscheinlich viel erreicht habe.

Sie gratulierte im Namen der Gemeindevertreter zum Jubiläum. Sie wünsche sich, dass die gute Zusammenarbeit auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werde.

Kämmerer Heimo Ludwig sagte rückblickend auf die 25 Jahre: „In der Geschichte der Gemeinde Bestensee bist Du erst der dritte Bürgermeister, der diese magische Grenze von 25 Jahren überschreitet. Da gabs mal einen Bürgermeister zwischen 1788 und 1823 und dann nochmal einen zwischen 1824 und 1849.“ Und er hatte einen Rat für einen künftigen Nachfolger parat: „Ein Bürgermeister hat es nicht leicht. Er soll bürgernah sein, ohne sich anzubiedern; kompetent den Verwaltungsapparat leiten, ohne autoritär zu wirken; Ideen für die Gemeindeentwicklung liefern, ohne besserwisserisch zu erscheinen. Er muss ein offenes Ohr für die Sorgen von Einzelnen haben, dabei aber das Allgemeinwohl immer im Auge behalten; politisch denken, aber über den Parteien stehen. Gewünscht ist eine Kreuzung aus volkstümlichem Bierzeltkönig und kreativem Verwaltungsmanager mit ­betriebswirtschaftlichem und ­juristischem Sachverstand.“ Dann legte er zwölf goldene Regeln für die Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit ihrem Bürgermeister fest. Darunter unter anderem: „Erkundigen Sie sich beim Bürgermeister persönlich, warum die Genehmigung für Ihr Haus noch nicht gekommen oder Ihre Anfrage noch nicht beantwortet worden ist. Gerade in einer größeren Gemeinde wird es den Bürgermeister freuen, dass Sie ihm die Kenntnis von jedem Verwaltungsvorgang zutrauen.“

Anschließend überbrachten Vertreter der polnischen Partnergemeinden Przemet und Kobylnica sowie der Bürgermeister von Havixbeck ihre Grüße und Glückwünsche. Jubiläumsgrüße von Landrat Stephan Loge und dem Landtagsabgeordneten Björn Lakenmacher wurden verlesen und die Landtagsabgeordnete Tina Fischer erinnerte in ihren Grußworten an die vielen gemeinsamen Projekte, die man auf den Weg gebracht hat. „Du bist einer, der immer da war, einer der alten Hasen, der in Bestensee viel bewirkt hat. Das, was Dich so einmalig macht, sind Deine Zielstrebigkeit, Deine freundliche Penetranz, wenn es darum geht, Deine Dinge durchzusetzen oder auch Deine Aktivitäten in den Vereinen. Deine Wahlergebnisse sind nicht nur der Respekt vor Deiner außerordentlichen Arbeit, sondern auch vor Deiner Persönlichkeit.“

Den offiziellen Teil der Veranstaltung schloss der Bestenseer Schützenverein mit einem Ehrensalut ab. MT