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Ein blaues Auge für rot-rot-grün

LDS-Wahlkreise spiegeln das Kräfteverhältnis des Landes/ Stichwahlen in Schönefeld und Heidesee

Brandenburg hat gewählt. Die SPD kommt auf 26,2 Prozent der Zweitstimmen vor der AfD mit 23,5 Prozent. Die CDU erreicht 15,6 Prozent, die Grünen 10,8 Prozent, die Linke 10,7 Prozent, die Freien Wähler 5,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,3 Prozent.

Auch wenn die SPD mit Ministerpräsident Dietmar Woidke wieder eine Regierung bilden und führen kann, die Kräfteverhältnisse haben sich verschoben. Die AfD ist mit knappen Rückstand und klarem Vorsprung vor den weiteren Parteien auf dem zweiten Platz. Beinahe jeder vierte Wähler hat für sie gestimmt. Es ist eine Realität, der sich das Land, der sich vor allem die Regionen stellen müssen. Insgesamt spiegeln zum Beispiel die drei Wahlkreise von LDS das Gesamtergebnis des Landes wieder. Die zwei etwas städtischeren Landkreise 26 und 27 konnten von der SPD und ihren Direktkandidaten Tina Fischer mit 28,8 Prozent und Ludwig Scheetz mit 27,3 Prozent – der verwies dabei den AfD-Landeschef Andreas Kalbitz – gewonnen werden. Der ländliche Wahlkreis 28 ging derweil mit 28,9 Prozent an die AfD und deren Direktkandidaten Dr. Hans-Christoph Berndt. Dabei erhielten die SPD-Gewinner in den einzelnen Wahlkreisen zwischen 44 Prozent und 19,5 Prozent (Tina Fischer) bzw. 52,94 Prozent und 12,73 Prozent (Ludwig Scheetz), während die Stimmanteile des AfD-Siegers zwischen 56,3 und 15,4 Prozent lagen. Es ist ein Zeichen dafür, dass nicht nur das Land äußerst indifferent auf aktuelle Entwicklungen reagiert, sondern auch innerhalb einer Region Polarisierungen stattfinden. So ist und bleibt es das Gebot der Stunde, genau hinzuschauen und differenzierte Lösungen zu entwickeln, statt pauschalisierte Urteile über blühende oder abgehängte Landschaften zu fällen. Das ist der Job der Brandenburger Sozialdemokraten, die gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen sind. Gleiches gilt für die Parteien von Rot und Grün, die mitregieren wollen. Es ist aber auch der Job einer Opposition, die Differenzen austragen will, sie aber auch aushalten muss.

Bei den Bürgermeisterwahlen in Schönefeld und Heidesee gibt es noch keine endgültigen Entscheidungen. In Schönefeld gehen Christian Hentschel (BIS) und Olaf Damm (CDU) in die Stichwahl. In Heidesee kämpfen Björn Langner (bfb Heidesee) und Falko Brandt (Die Linke)  um den Bürgermeisterposten.  RED

Dahme-Spreewald IDahme-Spreewald IIDahme-Spreewald IIISPD25,7%27,626,7AfD21,4%23,828,8CDU15,3%13,915,8Grüne13,0%9,67,3Linke10,2%11.38,4BVB/FW5,6%5,55,0FDP4,13,64,1

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