Ein Punkt gewonnen, zwei verloren

Netzhoppers verloren im Tie-Break
gegen Rottenburg

„Es war ein tolles Spiel, beide Mannschaften hätten den Sieg verdient gehabt“, befand Netzhoppers-Coach Mirko Culic am Ende. Nach intensiven zweieinhalb Stunden eines engen, spannenden und dramatischen Matches mussten sich die Netzhoppers am Samstag in der Landkostarena Bestensee gegen den Tabellennachbarn TV Rottenburg mit 2:3 (25:23, 22:25, 25:23, 24:26, 11:15) geschlagen geben. Die 635 Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel, keiner Mannschaft gelang es, sich merklich abzusetzen, die Satzgewinne wechselten jedes Mal. Die Schlussphase war eng und umkämpft, und bei 2:2-Satzgewinnen ging es schließlich in den entscheidenden fünften Durchgang. Im Tie-Break erlebten die Zuschauer blanke Nerven beider Teams. Den vielleicht entscheidenden Knack-Punkt, nach dem Rottenburg davon zog, gab es wie so oft wieder mal nach einer krassen Fehlentscheidung der Schiedsrichter – und wie fast immer gegen die Netzhoppers. Der Rottenburger Diagonalspieler schlug einen Ball so weit ins Aus, dass er die hintere Hallenwand noch traf. Doch die Linienrichterin sah eine Ballberührung der KWer, Punkt für die Schwaben und Pfiffe der Brandenburger Fans. Anschließend gelang den TVR-Spielern gefühlt alles: Punkterfolge aus schlechten Annahme-Situationen oder Monster-Blocks, die zum Matchball und schließlich zum Sieg führten. „Für uns war mehr drin, leider waren wir in vielen Phasen zu nervös und nicht abgezockt genug“, so ein enttäuschter Culic. Ein Punkt gewonnen, zwei verloren. „Wir werden 2020 angreifen“, versicherte der Trainer. UR