Eine Tanne von der Stange?

Im LDS werden zum Fest rund 55.000 Weihnachtsbäume erstrahlen

O Tannenbaum: 70 Prozent der Haushalte bei uns werden sich zum Fest einen Baum zulegen. Im Landkreis Dahme-Spreewald werden zu den Festtagen etwa 55.000 Weihnachtsbäume in den Wohnzimmern stehen. Echte Weihnachtsbäume. Die stehen bei fast jedem 2. Brandenburger, bei 22 Prozent stehen künstliche, 26 Prozent haben gar keinen.

Ist es eine Tanne von der Stange? „Tanne ist nicht gleich Tanne. Die Käufer sollten einen Baum-Check machen und neben dem Aussehen auch darauf achten, wo und wie der Baum produziert wurde“, sagt Rudi Wiggert von der Brandenburger Forstgewerkschaft. Er rät zum Kauf aus heimischer Produktion – und zum Öko-Siegel: „Wer zur Tanne mit FSC- oder PEFC-Zertifikat greift, der bekommt einen natürlich gewachsenen Baum ohne Pestizide und chemische Dünger. Gleichzeitig stehen die Siegel dafür, dass die Beschäftigten im Forstbetrieb faire Löhne bekommen und zu guten Bedingungen arbeiten.“ Auch Tannen, Fichten und Kiefern mit Naturland- oder Bioland-Zertifikat seien eine gute Wahl. Gewerkschafter Wiggert empfiehlt, beim Kauf nach der Herkunft zu fragen und, falls möglich, Verkaufstermine auf den Plantagen zu nutzen. „Dort gibt es immer häufiger auch Angebote, den Baum selbst zu schlagen.“

Und eine gute Nachricht: Der Durchschnittspreis für einen Weihnachtsbaum soll in diesem Jahr stabil bleiben. Nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumbauern geht der Trend außerdem zur „Zweit-Tanne“ – etwa im Garten oder auf dem Balkon. Und auch die CO2-Bilanz stimmt: Laut Verband werden auf einem Hektar Weihnachtsbaumkultur bis zu 145 Tonnen Kohlendioxid gebunden. Zur Öko-Tanne bekennt sich übrigens auch der Bundesrat. Vor der Länderkammer in Berlin steht eine „Serbische Fichte“ mit FSC-Siegel – aufgezogen im Berliner Forst. Viele wollen sich das Selbstbeschaffen eines Weihnachtsbaumes ersparen. Wie fast alles kann man heute auch einen Christbaum per Internet beziehen. Vor wenigen Jahren war der Online-Kauf des Grünzweigigen verpönt, mittlerweile gibt es zahlreiche Weihnachtsbaumversender. Der Vorteil: Man erspart sich das Baumaussuchen und muss nicht schleppen. Der Nachteil: Die Qualität oder Nicht-Qualität sieht man erst bei der Lieferung. Man kann Weihnachtsbäume auch mieten und sich noch lebende Bäume mit Wurzelballen liefern lassen. Je nach Größe kostet das zwischen 70 und 120 Euro. Pflege, viel Wasser und ein kühler Platz sind Pflicht.. Oder man kauft ihn mit Topf und Wurzeln und pflanzt in dann auf dem Grundstück. Da hat man lange Freude dran.

Wann und wo stellt man den Baum am besten auf: Ein geschlagener Baum sollte möglichst weit weg von der Heizung und in einem Ständer mit Wassertank stehen.

Ein zwei Meter hoher Baum braucht zwei Liter pro Tag – also immer nachfüllen! Der Baum ist wie ein Mann: Der eine braucht sein Wasser, der andere sein Bier. Nein, der Baum kein Bier!

Den Weihnachtsbaum sollte man nicht mal eben schnell zwischen Tür und Angel aufbauen. Wer sowieso schon Stress hat, weil z. B. noch nicht alle Geschenke eingepackt sind, wird sich eher beim Baumaufstellen mit seinen Lieben unterm Baum streiten. Und wenn man sich über das Aussehen streitet, wenn er nicht allen gefällt: So eine „Jubelstaude“ ist wie eine Frau: Man kann sie mit Schmuck behängen und noch mehr aufhübschen: mit Accessoires und Lametta behängen, bis sie auch passend glänzt.

UR; PI/F: IG Bau

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