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Energieautarke Mobilität für die Region

TH Wildau entwickelt autonome Personenfähre WiNI

Professor Alexander Köthe von der TH Wildau ist ein Macher, der sich einer ambitionierten neuen Herausforderung stellt: der „Autonomen Personenfähre“ zwischen Niederlehme und Wildau. Mehrere Jahre arbeitete er erfolgreich an ähnlichen Projekten im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik. In einer Beratung über Mobilitätskonzepte konnte der für den nördlichen Landkreis Dahme-Spreewald bekannte Stadtplanungsexperte Holger Görlitz zunächst Professor Reiff-Stephan und anschließend auch Professor Köthe für eine Personenfähre begeistern.

Die im Bereich Forschung und Entwicklung sowie der Regelung komplexer Systeme tätigen Professoren haben gleich das Potenzial einer energieautarken, autonomen Fähre erkannt. Professor Reiff-Stephan hat seit vielen Jahren mit dem von der TH Wildau entwickelten Solarboot SUNcatcher und der von ihm mitinitiierten Solarbootregatta große Erfolge gefeiert. Die nächste findet am 8. September statt. Aus diesem Erfahrungsschatz soll die „WiNi“-Fähre mit Aktuatoren, Videokameras und Hightech-Sensoren zu einer autonomen Personenfähre entwickelt werden. Parallel dazu wird an einer Software für Lenkung und Steuerung gearbeitet. Als Prototyp wird das Solarboot „SUNderbol TH“ komplett ausgerüstet und umgebaut.

Ziel ist es, die örtlichen Verkehrswege und den ÖPNV mit einer auf viele weitere Standorte unserer wasserreichen Region adaptierbaren Verkehrslösung zu entlasten. Für dieses Leuchtturmprojekt konnten als Finanzpartner die AlphaLink engineering GmbH und die Nautilus Hausboote GmbH gewonnen werden. Die KW Development GmbH stellt ihre Anlegestelle in Niederlehme kostenlos zur Verfügung. Große Befürwortung bekam das Projekt auch von der Königs Wusterhausener Bürgermeisterin Michaela Wieczorek und ihrem Stadtplanungsamt. Auch der Wildauer Bürgermeister Frank Nerlich zeigt sich aufgeschlossen und ist von dieser Vision begeistert. Sollte sie erfolgreich sein, wird sie nebenbei eine große Strahlkraft und einen Imagegewinn für die gesamte Region haben.

Durch das Erfolgspotenzial könnte die autonome Personenfähre als Bestandteil des ÖPNV Arbeitsplätze in der Region schaffen. Ziel ist es, bis zum Jahresende die ersten autonomen Überfahrten durchzuführen. Das Gelingen hängt jedoch, wie immer, nicht nur an Professor Köthes extrem motiviertem Team aus zwei Studenten der TH Wildau und zwei Praktikanten der AlphaLink engineering GmbH ab, sondern auch an einem entsprechend ausreichend großen Forschungsbudget.

Alle Unterstützer und auch die Bürger der durch erhöhten Verkehr stark belasteten Region wünschen dem FuE-Projekt CAPTN der TH Wildau bezüglich der Autonomen Fähre WiNI (Wildau-Niederlehme) viel Erfolg, und stets eine gute Fahrt!

RED

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