Erfolgreiche Marathon-Kanuten

Siegerehrung der Damen Junioren beim Weltcup in Portugal mit der Drittplatzierten Lena Röhlings aus Mittenwalde (rechts). Foto: F. Röhlings

Zeuthener Extrempaddler bei ihrem ersten Nationalmannschaftseinsatz

Am letzten Maiwochenende fand im nordportugiesischen Viana do Castelo auf dem Rio Lima der diesjährige Canoe Marathon World Cup statt. 20 Nationen entsandten insgesamt rund 450 Sportler zu diesem hochkarätigen Wettkampf. Der Deutsche Kanuverband hatte mit Lena Röhlings (15) aus Mittenwalde und Bendix Hennies (15) aus Zeesen auch zwei Athleten aus dem Landkreis Dahme-Spreewald für die 12köpfige deutsche Mannschaft nominiert.

Lena Röhlings glänzte beim ersten Einsatz für die Nationalmannschaft mit zwei Bronzemedaillen.

Erst wenige Tage zuvor holten die beiden Kanurennsportler des in Zeuthen ansässigen BSV Akademie der Wissenschaften e.V. zwei deutsche Meistertitel in den Landkreis Dahme-Spreewald: Bendix Hennies wurde in Kassel auf der Fulda Deutscher Jugendmeister und Lena Röhlings Deutsche Juniorenmeisterin im Kanu-Marathonrennsport. Nun stellten sich die beiden Schüler der Flatow Sportschule in Köpenick erstmalig der Konkurrenz im Ausland.

Lena Röhlings konnte sowohl bei den genannten Short-Races – eine von 3,6 km mit zwei Portagen – als auch auf der 19-Kilometer-Distanz mit vier Portagen den dritten Platz belegen. Bei den Portagen müssen die Boote über Land getragen und in Windeseile wieder ins Wasser gesetzt werden. Lena genoss sichtlich die beiden feierlichen Siegerehrungen. „Ich hatte keinesfalls mit einer Medaille bei dieser Regatta gerechnet“, resümierte sie. Sie habe durch die taktischen Finessen der Gegnerinnen – insbesondere der vor ihr platzierten erfahrenen Britinnen – viel für zukünftige Rennen lernen können. Bendix Hennies durfte als jüngster deutscher Teilnehmer bei der Eröffnungszeremonie die deutsche Flagge tragen. Er schaffte einen 10. Platz und sammelte ebenfalls wertvolle Erfahrung für zukünftige Marathonrennen.

Lena Röhlings hat sich übrigens auch für die Europameisterschaft Anfang Juli in Kroatien und für die Weltmeisterschaft Mitte September in Portugal qualifiziert. „Ich bin stolz auf meine Leistungen und meinen Einsatz in der Nationalmannschaft”, sagt die junge Kanutin. Auch Fritz Hennies (53), Leiter der Vereinsabteilung Segeln/Kanu, ist stolz auf seine AdW-Sportler. Er hat eine Vision: „Wir arbeiten nun darauf hin, dass wir in zwei bis drei Jahren einen Kanumarathon-Wettkampf in Zeuthen ausrichten und diesen dann sogar dauerhaft als herausragende Sportveranstaltung im Landkreis Dahme-Spreewald etablieren können.”

Der Kanumarathon ist die extreme Variante des Kanurennsports. Anders als bei den klassischen Sprint- und Mittelstrecken treten die Athleten je nach Altersklasse über Wettkampfdistanzen von bis zu 42,195 Kilometer gegeneinander an. Besondere Herausforderungen für die Aktiven und spannende Momente für die Zuschauer stellen die Portagen im Rennverlauf dar. Dort müssen die Paddler ihre Boote ca. 150 Meter über Land tragen. Beim Anlanden heißt es, aus dem Kajak zu springen, mit Höchstgeschwindigkeit zur Einstiegsstelle zu rennen und dort mit viel Geschick ins nur rund 40 Zentimeter schmale Rennkajak zu hechten.

red/ F. Röhlings

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