Experten für lokales Engagment

Knut Wischmann und Sabine Timm (rechts) von der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen nehmen die Urkunde zum Gütesiegel von Ulrike Reichart entgegen. Foto: Bürgerstiftung KW

Seit fünf Jahren bringt sich die Bürgerstiftung
von KW in die Stadtgemeinschaft ein

Die diesjährige Stifterversammlung der Bürgerstiftung Königs Wusterhausen, die in der vergangenen Woche mit zahlreichen Gästen im Rathaus von KW stattfand, stand ganz im Zeichen des fünfjährigen Jubiläums des ehrenamtlichen Gremiums. Für ihr Ziel, das Zusammenleben der Stadt zu verbessern, den Zusammenhalt der Bürger*innen zu stärken, Probleme zu hören und wo möglich, Lösungen anzupacken und umzusetzen, haben die gute 40 Stifter mit ihren Partnern schon einiges bewegt, resümierte der Vorsitzende Knut Wischmann. „Wir gehören gewissermaßen zu den Pionieren dieser Form des ehrenamtlichen Engagements“, sagte er.

Das von der Stiftung ins Leben gerufene Antigewaltprojekt „Held oder Feigling“, das nun vom Humanistischen Regionalverband Ostbrandenburg getragen wird, setzt bereits im 4. Jahrgang Impulse für eine faire, kameradschaftliche Lernatmosphäre an den Grundschulen der Stadt. In diesem Jahr erreicht es rund 400 Schüler*innen. Florian Noack vom Humanistischen Verband versicherte, dass dieser sich „auch in Zukunft für die nachhaltige Fortsetzung im Landkreis einsetzen“ werde. Für dieses Projekt erhielt die Stiftung in 2019 den Stifterpreis der Town & Country- Stiftung.

Ein aktuelles Projekt der Siftung ist die Herausgabe einer Stadtbroschüre für die Grundschulen im Ort. Unter dem Titel „Meine Heimatstadt Königs Wusterhausen“ erscheint anlässlich der 700 Jahr- Feier erstmals für das Schuljahr 2020/2021 ein Lehrbuch mit Fotos und Berichten über die Kernstadt und sämtliche Ortsteile. Außerdem sind in der Publikation, die in einer Auflage von derzeit 2000 Stück erscheint, diverse didaktische Unterrichtsmaterialien sowie zahlreiche Puzzle- und Brettspiele erhalten. Das Heft ist für den Sachkundeunterricht der 3. und 4. Klassen konzipiert. Die Projektleiterin Cornelia Kliem stellte eine Pilotversion vor, für die es während des Stiftertreffens schon viel Anerkennung gab. Für die Broschüre stellte die Stadt Fördermittel zur Verfügung. „Nur dank des unglaublichen Engagements einiger Projektmitarbeiter, darunter auch Schüler und Lehrkräfte, ist es möglich geworden, die Publikation hier vorzustellen“, betonte Cornelia Kliem. Darüber hinaus plant die Stiftung, in diesem Jahr ein weiteres Projekt zur Abfallreduzierung und -vermeidung in Angriff zu nehmen.

Die erfolgreiche Arbeit der Bürgerstiftung von Königs Wusterhausen wurde bereits Ende des letzten Jahres vom Bundesverband Deutscher Stiftungen mit dem „Gütesiegel für Bürgerstiftung“ gewürdigt. Die Vorsitzende des Bündnisses ­Ulrike Reichart übergab sozusagen als feierlichen Abschluss des Abends offiziell die Urkunde dazu. Sie betonte, dass die KWer Stiftung dafür stehe, „wie sich Bürger*innen quasi als Experten für lokales Engagement für Veränderungen einbringen und für Vielfalt und soziale Gerechtigkeit einstehen können“.

RED