Frank Nerlich: Einen nur Wildauer Blick gibt es nicht

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Zu Erstens:

1. – Um- und Ausbau der Schule: Die Direktorin Susanne Blischke verweist auf Platzprobleme und einen ungeeigneten Essensraum. Dieses Thema hat höchste Priorität. In diesem Zusammenhang sehe ich schon heute dringenden Bedarf für eine zweite Grundschule. 2. – Energie und Wildorado: Das Wildorado hat im letzten Jahr ein Minus von 1,1 Millionen Euro eingefahren. Für den weiteren Betrieb werde ich die Idee einer geeigneten Betreibergesellschaft verfolgen. Der Einsatz von Photovoltaik und Fernwärme ist kurzfristig zu prüfen. WGW-Vorstand Carsten Kröning bietet hier bereits pfiffige, übertragbare Lösungen in seinem Bestand an. 3. – Vision von Wildau: Der Stadtentwicklungsplan muss fortgeführt werden. Das trifft für das Dahme-Nordufer wie für alle anderen Projekte zu. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist in dem Prozess einzubeziehen. Wir können nicht dort bauen, wo gerade Platz frei ist.

Zu Zweitens:

Ein Mietspiegel darf nicht unbedacht eingesetzt werden. Langjährige Mieter mit günstigen Mieten könnten dadurch Nachteile erleiden. Die kommunale Wohnungsgesellschaft WiWo muss soziale Mieten anbieten, was die Stadt als Gesellschafter verantwortungsvoll mit steuert. Investoren neuer Wohnobjekte müssen einen sozialen Mietzins auf Grundlage einer Mischkalkulation vorhalten. Die Zusammenarbeit der Wohnungsunternehmen in Wildau sehe ich künftig mit Blick auf Energieversorgung und Mieten als Chefsache an.

Zu Drittens:

In der Stadtverordnetenversammlung gibt es unterschiedliche Ansichten und es gibt Mehrheitsfraktionen. Und es gab einstimmige Beschlüsse, oder Mehrheiten für Beschlussvorlagen, welche von uns kleineren Fraktionen vorgelegt wurden. Auch künftig kann im Wildauer Stadtrat Konsens erreicht werden. Erfahrungen in der Führung einer Verwaltung habe ich. Aber in der Führung von Menschen und Teams. Fähigkeiten dazu habe ich in der ALBA Group als Prokurist und jetzt als externer Projektmanager im Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf erworben. Ich kenne viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bereits aus der Zusammenarbeit mit ihnen als Stadtverordneter. Insgesamt dürfte das eine gute Grundlage sein.

Zu Viertens:

Wohnen, Nahversorgung, Gewerbe müssen weiterentwickelt werden. Neben einer zweiten Schule wird eine weitere Kita notwendig werden. Die Sportgaststätte am Otto-Franke-­Stadion muss saniert bzw. neu gebaut werden. Fuß- und Radwege werden aufgewertet oder neu geschaffen. Ein Hinweisschilderleitsystem in unserer Stadt wird es geben. Über städtepartnerschaftliche Verträge sollen Investoren für die notwendige Infrastruktur ihren Anteil bezahlen. Wildau soll grün bleiben. Bewegungsmöglichkeiten für Jung und Alt wie Spielplätze, Sportparks, aber auch „Chillecken“ für Teenies werden angelegt. Für den Stichkanal wird es mit der WiWo und Investoren eine ansprechende Lösung geben. Für eine weitere Bahn-Unterführung muss interkommunal gedacht werden. Einen nur „Wildauer Blick“ gibt es nicht. In acht Jahren werden wir dazu greifbare Ergebnisse haben, wenn ich mich dafür einsetzen darf.

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