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Montag, Februar 26, 2024
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Frei leben

Fahne anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gehisst

In KW wurde am Freitag vor dem Rathaus und der Kreisverwaltung in der Brückenstraße sowie vor dem Landratsamt in Lübben eine Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ gehisst. Damit wurde auch in diesem Jahr anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen im Landkreis ein Zeichen gesetzt. Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Die Fahne steht für ein freies und selbstbestimmtes Leben der Frauen und Mädchen ohne Gewalt weltweit. Auch Kommunen des Landkreises beteiligten sich seit Jahren an der Aktion. Am Verwaltungsgebäude wurde die Fahne gehisst durch Stefan Wichary, Beigeordneter und Dezernent für Soziales, Jugend, Gesundheit und Kultur, gemeinsam mit Michaela Wiezorek, Bürgermeisterin von KW, Elke Voigt, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Georg Hanke, Vorsitzender des Kreistages sowie VertreterInnen des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt wie z.B. SHIA e.V., VertreterInnen von Polizei, Jugendamt, Jobcenter und weiteren. Häusliche Gewalt ist nach wie vor eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen in Deutschland. Für viele der Frauen bleibt es nicht bei einem einmaligen Gewalterlebnis. Sie und ihre Kinder erleben Gewalt über viele Jahre. Dieser Tag ist notwendig, denn stündlich werden 13 Frauen angegriffen. 2022 gab es im LDS 1140 Straftaten mit häuslicher Gewalt. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Jahr zuvor um 8,5 Prozent. Gut 76 Prozent der Täter sind Männer, 80 Prozent der Opfer sind Frauen. Jede dritte Frau erlebt in ihrem Leben Gewalt. Meistens sieht man sie nicht, sind es doch nicht immer nur blaue Flecken im Gesicht. Gewalt drückt sich aus in Beleidigungen, Beschimpfungen, Demütigungen, in Kontrolle und Abhängigkeit. Frauen erleben Gewalt zu Hause, in der Arbeit, auf der Straße. Der Landkreis Dahme-Spreewald ist ein Vorreiter in Brandenburg für das Recht der Frauen auf gewaltfreies Leben. Als einziger Landkreis in Brandenburg stellt sich Dahme-Spreewald seiner kommunalen und direkten Verantwortung dafür. Seit 11 Jahren gibt es hier ein Frauenhaus in kommunaler Trägerschaft, in dem betroffene Frauen Schutz finden. Elke Voigt betonte, dass sie stolz darauf sei und dass so viele Partner dabei sind und sich hier engagieren. Es sei wichtig darüber zu sprechen und dass die Frauen wissen, sie sind nicht alleine. Noch ist viel Präventionsarbeit vonnöten. „Es ist wichtig über Gewalt zu sprechen und sie sichtbar zu machen“, erklärte Elke Voigt. An diesem Tag widmen sich viele Aktionen und Veranstaltungen dem Thema Gewalt an Frauen und Mädchen. So gab es einen Selbstverteidigungskurs für 14-17-jährige Mädchen im Bürgerhaus in Königs Wusterhausen. Hier konnten junge Frauen und Mädchen lernen, Risikosituationen schnell zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Bei einem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt in Königs Wusterhausen fanden sich wichtige NetzwerkpartnerInnen wie die Polizei, Jugendamt, Schwangerenberatung, Shia e.V. sowie die Erziehungs- und Familienberatungsstelle zusammen. UR(T+F)

Unterstützung und Hilfe
Betroffene häuslicher Gewalt finden im Landkreis Unterstützung und Hilfe:
• beim Frauenhaus unter 0172-5695561 sowie
• bei der Präventionsstelle häusliche Gewalt bei Beratungsbedarf unter 03375-262612

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