Freie Fahrt Richtung Polen

Die Autobahn A12 ist nach umfassendem Ausbau offiziell frei gegeben worden

In der vergangenen Woche wurde die Autobahn A12 vom Dreieck Spreeau in Richtung Frankfurt/Oder und Landesgrenze zu Polen nach umfangreichem Ausbau offiziell frei gegeben. Die Autobahn wurde innerhalb von fünf Jahren auf 16 Kilometern in drei Teilabschnitten grundsaniert und mit einem Standstreifen ausgestattet. Sie gehört zu dem Ost-West-Korridor im transeuropäischen Verkehrsnetz. Die Fortsetzung der A 12 auf polnischem Gebiet ist die dortige A2, die seit Juni 2012 nach Posen, Łódź und Warschau durchgängig befahrbar ist. Somit verbinden die A12 und die polnische A2 die beiden Hauptstädte Berlin und Warschau und sind Teil einer wichtigen Straßenverbindung zwischen West-, Mittel- und Osteuropa.

„Ich freue mich, dass wir nun den letzten Teilabschnitt der A 12 frei geben können“, sagte Brandenburgs Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse angesichts der Übergabe. Auf der gesamten  Länge wurden der komplette Straßenkörper erneuert, fünf Brücken neu gebaut und umfangreiche Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern vorgenommen. Darüber hinaus sind Lärmschutzwälle angelegt worden. „Damit ist die Autobahn vom Dreieck Spreeau bis zur Bundesgrenze deutlich sicherer zu befahren als zuvor“, so Ines Jesse weiter.  

Zu der Sanierung gehörte auch der Bau von Regenrückhaltebecken und Reptilienschutzzäunen. Als Ausgleichsmaßnahme wurden 2,1 Hektar Land entsiegelt und 68 Hektar Wald aufgeforstet. Um das Unfallrisiko im Winter zu senken, wurden die Bauarbeiten in den jeweiligen Jahren auf die Monate April bis Oktober beschränkt. Der Verkehr wurde von November bis März auf zwei Spuren je Richtung geführt. Baubeginn des ersten Teilabschnitts war 2013. Die Gesamtbaukosten lagen bei 69,3 Millionen Euro. Davon trägt der Bund etwa 66 Millionen Euro. Der Umbau der Anschlußstellen Storkow und Friedersdorf wurde vom Land getragen. Diese Kosten betrugen 700000 Euro. Die Europäische Union hat aus dem Förderprogramm für die Transeuropäischen Netze 2,6 Millionen Euro  bereitgestellt. ED

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