Freude über einen gesunden Sechs-Kilo-Wonneproppen

Familienglück: Madleen und David Gerlach sind stolz auf ihren großen Kleinen Matteo, der gesund und munter ist. Foto: privat

Baby Matteo Gerlach kam im Achenbach-Krankenhaus von KW mit einem Rekordgewicht zur Welt

Als der Neugeorene Matteo von Hebamme Kerstin am 19. August 2022 gegen 8.15 Uhr im Achenbach-Krankenhaus von Königs Wusterhausen auf die Waage gelegt wurde, staunten alle Beteiligten nicht schlecht. Stolze und exakt 6000 Gramm brachte der neue Erdenbürger mit. Nach neun Stunden im Kreißsaal wurde der Sohn von Madleen und David Gerlach auf natürliche Weise als „Spontangeburt“ geboren, was für diese Gewichtsklasse doch sehr ungewöhnlich ist.

„Die Gefahr bei einer solchen Spontangeburt ist, dass das Kind mit der Schulter am Beckenring stecken bleibt. Das kann schwere Schäden zur Folge haben, bis hin zu einer Armlähmung, sodass der ganze Arm dann einfach nur runterhängt“; erklärt Dr. Rüdiger Müller, Chefarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Achenbach-Krankenhaus. Das ist zum Glück nicht eingetreten. „Mir ging es nach der Geburt relativ schnell wieder gut und ich wartete sehnsüchtig auf den Moment, nach Hause zu können“ berichtet die überglückliche Mutter einige Tage nach der Geburt. „Doch Matteo musste noch ein wenig auf der Kinderstation überwacht werden, da er mit einer Neugeborenen-Infektion auf die Welt kam und mit ein paar Anpassungsproblemen zu kämpfen hatte.“

Das durchschnittliche Geburtsgewicht eines Babys betrug vor etwa zehn Jahren in Deutschland laut der Website „eltern.de“ noch rund 3300 Gramm. Heute bringt das „statistische Normalbaby“ bereits 3500 Gramm auf die Waage, was im Vergleich zu Matteo immer noch sehr leicht erscheint. „Insgesamt bemerken wir, dass Kinder bei der Geburt immer schwerer und größer werden“, erklärt Dr. Rüdiger Müller. Aber das hohe Gewicht von ­Matteo sei bisher noch unerklärlich. „Dass Matteo kein leichtes Baby wird, war uns klar, aber auch die Prognosen der Frauenärztin oder auch die Feindiagnostik konnten kein solches Gewicht prognostizieren“, sagt Madleen Gerlach. „Selbst eineinhalb Wochen vor der Geburt, die genau auf den zuvor bestimmten Tag stattfand, stand nur ein geschätztes Gewicht von 3,9 Kilogramm in den Berechnungen meiner Frauenärztin.“

Ab einem Gewicht von 4500 Gramm empfiehlt man den Frauen in der Regel eine Entbindung per Kaiserschnitt. Laut Chefarzt Müller wies die Mutter keine Schwangerschaftsdiabetes, keine abnormale Gewichtszunahme oder andere Faktoren auf, die auf ein solches Geburtsgewicht schließen konnten.

Auch Stationsschwester Kerstin, die Hebamme, die dem kleinen Mann auf die Welt half, war überrascht vom 63 Zentimeter großen Matteo, als sie am Freitag in ihren Frühdienst in Königs Wusterhausen startete: „So ein großes Baby habe ich auch in 40 Jahren hier im Krankenhaus noch nicht gehabt“, berichtet sie. Das letzte Baby in einer vergleichbaren Größe kam in Königs Wusterhausen im Jahr 2014 zur Welt. Baby John war damals mit 58 Zentimetern und 5800 Gramm aber noch etwas kleiner und leichter.

RED / PI Klinikum Dahme-Spreewald