Friedliche Koexistenz auf dem Hofjagdweg

Neue Schilder werben für Verständnis
unter Auto- und Radfahrern sowie Fußgängern 

Wer zwischen Königs Wusterhausen und Lübben auf dem Hofjagdweg radelt, begibt sich auf Spurensuche der Preußischen Könige. Die 63 km Radtour bildet eine wichtige Nord-Südverbindung im Landkreis Dahme-Spreewald und hat seit Mitte der 90er Jahre viele Radfahrer erfreut, aber auch verärgert. Grund für Beschwerden gab es jahrelang wegen einer schlechten Wegstrecke zwischen Krummensee und Groß Köris. Mittlerweile existiert hier seit 2014 eine wunderbar asphaltierte Bahn durch Kiefernwälder, vorbei an Seen und Naturschutzgebieten.

Doch der Ausbau dieses Abschnittes führte zu neuen Problemen. Immer öfter kam es zu Konflikten zwischen den verschiedenen Nutzergruppen. Als öffentlich gewidmete Straße stehen die 11 km allen Verkehrsteilnehmern gleichermaßen zur Verfügung: Autofahrern, Radfahrern und auch Fußgängern. Oftmals ist diese Mehrfachnutzung den Passanten gar nicht bewusst. Es kommt zu Missverständnissen und Beschwerden. Radfahrer regen sich über den Autoverkehr auf „ihrem Radweg“ auf, Autofahrer fühlen sich von Radfahrern gestört.

Immer wieder wurden Lösungsansätze diskutiert und unter Federführung des Landkreises die Akteure aus den Kommunen an einen Tisch geholt.

Nach mehreren erfolglosen ­Versuchen, den Dauerkonflikt mit amtlichen Verkehrsschildern zu lösen, sollen nun nichtamtliche Schilder entlang der Straße für mehr Verständnis und Rücksicht werben. Insgesamt wurden 14 grüne Schilder mit weißer Schrift aufgestellt, die den Verkehrsteilnehmer sensibilisieren sollen, um mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Die Idee für die Schilder stammt von den Mitgliedern der AG Rad des Landkreises Dahme-Spreewald und ist bisher einzigartig in dieser Form. Alle Beteiligten erhoffen sich damit weniger Beschwerden und Konflikte, verständnisvollere Autofahrer und mehr zufriedene Radfahrer auf dieser historisch bedeutsamen Route zwischen Königs Wusterhausen und Lübben.

red/nPI LDS

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