FSME-Impfung kann Leben retten

Mit dem Frühlingswetter steigt die Zeckengefahr

Was wird ab etwa 8 Grad Celsius aktiv, bevorzugt eine lokale Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 Prozent, hält sich meist bodennah bis zu einer Höhe von 60 Zentimetern auf, kommt aber auch im Gebirge bis etwa 1500 Metern Höhe vor? Richtig: Eine erwachsene Zecke! 

Nur wenige Millimeter klein sind diese blutsaugenden Parasiten, wenn sie noch nicht mit Blut gefüllt sind. Tut ihr Stich auch nicht weh und ist normalerweise ungefährlich, kann er zur tödlichen Gefahr für Menschen werden, wenn die Zecke mit Krankheitserregern infiziert ist. Über ihren Speichel überträgt eine infizierte Zecke gefährliche Erreger: Borreliose-Bakterien rufen beispielsweise vielfältige Symptome im ganzen Körper hervor. Gegen Borreliose selber gibt es noch keine Impfung, jedoch ist sie – früh genug erkannt – meist gut behandelbar. Dagegen werden FSME-Viren sofort übertragen, sie sind Auslöser der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer Entzündung von Hirnhäuten, Gehirn und Rückenmark. „Eine FSME-Impfung kann lebenserhaltend sein, aber für eine vollständige Grundimmunisierung muss die Impfung dreimal verabreicht werden!“, betont Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer. Europas größtes Gesundheits-TV-Netzwerk bietet seinen Kunden unter den insgesamt 800 Filmen zu Präventions- und Therapiethemen auch den Film „Impfung FSME“. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist in seinem am 26. April erschienenen Epidemiologischen Bulletin darauf hin, dass in Deutschland weiterhin ein Risiko für eine FSME-Infektion besteht – vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Instituts empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten unterwegs sind. Denn 97 Prozent der 2017 gemeldeten FSME-Erkrankten war gar nicht oder unzureichend geimpft. Ein hoher Anteil der auftretenden FSME- Erkrankungen könnte also durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in Risikogebieten mit hoher FSME-Gefahr verhindert werden. Die Zahlen der an FSME infizierten Patienten schwanken: 2017 waren es deutschlandweit 485. Damit sind sie gegenüber 2016 (348 Fälle) und 2015 (220 Erkrankungen) wieder gestiegen. Das bisher schlimmste Jahr war 2006 mit 546 betroffenen Patienten. 

red/PI TV-Wartezimmer

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