Gedenken an Weltkriegsende

Landrat: Die Opfer haben ein Recht auf eine Spur in unserem Gedächtnis

Anlässlich des Gedenktages zum Ende des Zweiten Weltkriegs hat Landrat Stephan Loge erklärt, „die Opfer zu vergessen hieße, sie ein zweites Mal zu ächten. Sie haben ein Recht auf unsere Empathie, auf eine Spur in unserem Gedächtnis“. Er betont weiter in seiner Botschaft anlässlich des 8. Mai: „Gedenken schulden wir aber auch uns selbst. Der Wahrhaftigkeit unserer nationalen Biografie wegen und der Verantwortung, die sich daraus ergibt, bzw. der Schlussfolgerungen, die dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte nahelegt.“

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat und sein Stellvertreter René Klaus nahmen den Tag der Befreiung zum Anlass, um Blumen an der Gedenktafel für das KZ-Außenlager in der Storkower Straße/ Ecke Fliederweg nieder zu legen. „Die Erinnerung an die Millionen Toten und das Leid der Menschen darf nicht verblassen“, sagt der Bürgermeister. Die Gedenktafel erinnert an die Häftlinge des Zwangsarbeiter-Lagers, das am 26. April 1945 durch die Rote Armee befreit wurde. Es war eine Außenstelle des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Der Verein Kulturlandschaft Dahme-Spreewald hält seit Jahren den Kontakt zu Überlebenden. In Wildau hatte der Stadtverband der Partei DIE LINKE eine Kranzniederlegung vor dem sowjetischen Ehrenmal initiiert. Mit feierlicher Musik und Gedicht-Rezitation wurde der Opfer von Faschismus und Krieg gedacht. RED