Generalprobe fürs Pokalfinale bestanden

Die Netzhoppers haben in Frankfurt wieder aufopferungsvoll gekämpft und die Nerven behalten. Foto: C. Seibert

Die Netzhoppers gewannen ihr Liga-Auswärtsspiel gegen den kommenden Pokalgegner United Volleys Frankfurt in fünf Sätzen

Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee liebt es in dieser Saison, über die vollen fünf Sätze zu gehen. Der 3:2-Erfolg (25:23, 23:25, 27:25, 24:26, 16:14) bei den United Volleys aus Frankfurt am Main war bereits der siebte Tie-Break, den das Dahmeland-Team in bisher 14 ausgetragenen Pflichtpartien in dieser Spielzeit absolvieren musste. Neben den drei Pokalpartien (Düren, BR Volleys, Herrsching) ging es in der Bundesliga für die Netzhoppers bisher gegen Lüneburg, Herrsching, Düren, und eben gegen Frankfurt über die gesamte Distanz. Nur in den Begegnungen in der Liga in Düren und zuhause gegen Herrsching mussten sich die Brandenburger nach fünf Sätzen geschlagen geben.

„Ich bin echt stolz auf meine Mannschaft. Die Jungs zeigen in den alles entscheidenden Sätzen in dieser Saison eine unheimliche mentale Stärke, die ich so zuvor noch bei keinem Team erlebt habe“, lobt Coach Christophe Achten sein Team. Das Match am elften Spieltag in Frankfurt war auch die Generalprobe für das Pokalfinale gegen den selben Gegner, das am 28. Februar in der Mannheimer SAP-Arena ausgetragen wird. „Nachdem wir in der Liga beide Partien in dieser Saison gegen United gewinnen konnten, gehen wir trotzdem nicht als Favorit ins Endspiel“, glaubt der Belgier, „die Volleys haben den dreifachen Etat von uns und sicherlich auch die besseren Einzelspieler in ihren Reihen. Unsere Chance könnte aber im Finale sein, dass wir eine eingeschworene Mannschaft sind, in der jeder für jeden alles gibt, um am Ende auch erfolgreich zu sein.“

United-Akteur Linus Hüger sieht  sein Team in Mannheim bei weitem nicht chancenlos. „Obwohl wir die beiden Ligaspiele gegen die Netzhoppers zwar verloren haben, ist so ein Pokalfinale eine ganz andere Kiste“, gibt sich der 17-jährige Außenangreifer vor seinem ersten Pokalendspiel in seiner noch sehr jungen Karriere durchaus kämpferisch. „Wir haben jetzt noch ein paar Wochen Zeit, um uns auf das Endspiel vorzubereiten.“

Netzhoppers-Trainer Achten verzichtete, auf irgendwelche personellen Experimente im Spiel in der großen Fraport-Arena. Mit Dirk Westphal, Johannes Mönnich, Yannick Goralik, James Weir, Byron Keturakis und Karli Allik, hinzu kam noch Libero Kamil Ratajczak, schickte er die Akteure von Anfang an auf die Platte, denen er auch in den vergangenen Partien sein Vertrauen schenkte. Einer der herausragenden Spieler bei den Gästen aus dem Dahmeland war sicherlich der Este Karli Allik, dem 29 Punkte und drei Aufschlag-Asse gelangen.

„Wir haben vier Sätze das Spiel dominiert“, resümmiert Christophe Achten. „Aus diesem Grund konnten wir die Generalprobe vor dem Pokalfinale gegen die United Volleys auch verdient siegreich gestalten.“ Das nächste Bundesligaspiel bestreiten die Netzhoppers KW-Bestensee, die derzeit mit 15 Punkten auf Platz 6 der Tabelle stehen, am kommenden Sonnabend, 16. Januar, 18 Uhr gegen die SVG Lüneburg in der Landkost-Arena. Mit elf Zählern sind die Niedersachsen Tabellen-Neunter.

RED / PI Netzhoppers