Gespenstisch-gruselig

Gespenster kommen unverhofft und wenn sie sich zeigen, machen sie vielen ein Grausen. Eine große Berliner Zeitung meinte am Wochenende, ein solches Gespenst hätte im Berliner Schloss Bellevue  von unserem Super-Horst, auch als Bundes-Hotte tituliert, offiziell Bundespräsident Horst Köhler, Besitz ergriffen, ihn ausgesaugt und sprachlos gemacht. Keiner wüsste so richtig, was unseren Bundesobersten so umtreibe. Wie Peter Schlemihl husche er ohne Schatten durch die  Amtsgemächer, offenbar blutleer oder als Kaltblüter. Man höre nichts mit Saft und Kraft von ihm. Er spräche wie ein von allen guten Geistern verlassener Geist. Wie wahr! Am Sonntag hat er gesprochen. Und zwar genau so. Da forderte er, der Benzinpreis müsse weiter angehoben werden. Als ob wir – trotz halben Ölpreises an den Märkten- nicht schon fast wieder den alten Höchststand  von knapp 1,50 Euro je Liter hätten. Und damit fast Spitze in Europa sind. Wobei von diesen 1,50 Euro rund ein Euro Steuern sind. Bei höherem Preis, so Hotte, würden mehr Kraftfahrer ihr Auto stehen lassen und somit die Umwelt schonen. Sprachs und stieg in seine umweltschädliche Staatskarosse und brauste davon. Ein Geschwader ebensolcher Gefährte mit seinen Lakaien rauschte hinterher. Höhere Spritpreise – da freuen sich doch die Berufspendler im Flächenland Brandenburg, die alle aufs Auto angewiesen sind! Wie hieß doch ein Wahlspruch der Bundesregierung „Mehr Netto vom Brutto“? Hat das dem BuPräs Köhler noch keiner von seinen CDU-Parteifreunden gesagt?
Ein gruseliger Auftritt – und geisterhaft.

Mark Brandenburger

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