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Dienstag, Februar 27, 2024
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Grüne Illusionen

Die Grünen haben es auch nicht leicht: Allerhalben Häme und Spott über ihre kruden Gedankengänge und Ideen. Letzte Woche hielten sie ihren Parteitag ab. Das Essen dort war natürlich vegan. Auf der Speisekarte standen ideologisch nicht anrüchige fleischlose Speisen wie Sellerieschnitzel mit veganem Speck und Nudelrolle mit Kürbis und Frischkäse. Doch in der Halle, wo der Parteitag stattfand, war Besteck verboten, und ohne Besteck lassen sich Nudelrollen und Sellerieschnitzel mit den Fingern aber nicht wirklich gut essen. Also mussten die Delegierten auf Alternativen ausweichen und Pizzen bestellen. Aber Pizza Salami ging ja auch nicht. Oder die Grünen haben sie zur Margherita gemacht, indem sie die Salami herunter futterten. Aber ob sie auch wussten, dass in Margherita Mozzarella aus Kuhmilch drin ist? Oder haben sie sich nur der veganen Illusion hingegeben? Wie auch sonst. Das zeigte wieder der Parteitag. Wie bei der Zuwanderungsfrage. Die jungen Grünen, die noch ganz grün sind, wollten eine unbegrenzte Zuwanderung. Das wollten jedoch die Altvorderen nicht und erkauften sich das mit Zugeständnissen. Mit Sparen haben es die Grünen nicht so. Auf dem Parteitag sprachen sich fast alle Redner ebenso vehement gegen Kürzungen im Haushalt wie für eine Aufweichung der Schuldenbremse aus. Was letztlich deren Abschaffung bedeuten würde. Als Habeck gefragt wurde, wo gestrichen werden könnte, um zu sparen, sagte er: „Nirgends“. Auch nicht beim Bürgergeld. Die Grünen wollen ­unbedingt am Bürgergeld festhalten. Sie ignorieren, dass sich viele Bürgergeldempfänger vom Staat aushalten lassen. Ukrainische Flüchtlinge bekommen auch sofort Bürgergeld, wenn bei uns auch weniger als in anderen Ländern. Die Grünen wollen, dass Deutschland nur mit Ländern Handel betreiben dürfen, die beim Klimaschutz oder den Arbeitnehmerrechten ähnlich hohe Maßstäbe haben wie wir. Grüne Weltverbesserer schließen freilich die Augen davor, dass auf der Welt nicht allzu viele Ländern bleiben, mit denen wir unter diesen Bedingungen noch enge Wirtschaftsbeziehungen unterhalten können. Die Grünen nehmen für sich in Anspruch, das Land stärker verändert zu haben als jede andere Kraft. Das trifft zweifellos auf den Ausstieg aus der Kernkraft zu. Hätten sie die Realität des Wegfalls der Energielieferungen und des Kohleausstiegs im Auge, hätten sie den Weiterbetrieb der letzten drei AKW allerdings akzeptiert. Die Grünen haben auf ihrem Parteitag demonstriert, dass ihre Ideologie nicht die Wirklichkeit ist. Sie geben sich grünen Illusionen hin. Ihre Wirklichkeit: Sie wollen regieren und uns noch mehr bevormunden. Koste es, was es wolle. Die grüne Basis lebt unverändert in ihrer eigenen Traum-Welt. Und von der will sie so viel wie möglich verteidigen. Ihre Illusion von der heilen, multikulturellen und woken Öko-Welt verwechseln sie zu häufig mit der Wirklichkeit. Wie Ricarda Lang. Die sich als Model sieht und als mögliche Bundeskanzlerin. Und überhaupt.

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